Camino Frances #3: Von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles

Etappe 1 auf dem Camino, und es geht hoch hinaus. Zitternde Knie im Anstieg, klappernde Stöcke im Ohr, nackte Füße im Gras, oberes Bett im Kuhstall und Pilgermenü in der letzten Runde (29.04.2016, 27 km)

2,5 Stunden Schlaf – das nenne ich mal eine ordentliche Ausgangsbasis für die schwierigste Etappe auf dem ganzen Weg bis nach Santiago. Ein großes Dankeschön geht an den schnarchenden Grummelgriesgram im Bett über mir. Um sechs klingelt der Handywecker unter meinem Kissen. Als ich aus dem Bett herausluke, das ich mit meinen Handtüchern für ein bisschen mehr Privatsphäre verhangen habe, sehe ich Rob, mit einer Stirnlampe bewaffnet, den Raum sondieren. Unsere beiden Mitschläfer sind bereits aufgebrochen. Gut für uns. Wir können also das Licht anmachen und in Ruhe unsere Sachen zusammenpacken. Wir tauschen uns kurz aus. Beide haben wir nur mäßig geschlafen. Zwar hatte Rob Oropax, aber die Aufregung tat sicher ihr Übriges.

Pünktlich um kurz vor sieben sind wir wie verabredet an der Brücke. Kurz darauf schlagen auch Natascha und Patricia dort auf. Es gibt großes Hallo. Nervosität liegt in der Luft, zusammen mit einer großen Portion Vorfreude. Ein Pilger nach dem nächsten zieht an uns vorbei und wünscht artig „Buen Camino“. Wir sind also offensichtlich nicht die einzigen, die früh los wollen.

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Wie versprochen, hilft mir Natascha, meine Stöcke richtig einzustellen. Die müssen nämlich gar nicht wahnsinnig hoch sein, sondern eher so, dass, wenn man sie wie beim Abfahrtski leicht nach hinten gestellt aufsetzt, die Arme locker angewinkelt sind. Man hält die Dinger außerdem auf keinen Fall kerzengerade (wie man das so gern bei Nordic walkenden Ladies sieht), sondern grundsätzlich schräg nach hinten weg. Geht es steil berghoch oder -runter, soll ich die Höhe noch mal ändern, schlägt mir Natascha vor. Ich bin ihr unglaublich dankbar, denn ich hatte wirklich keine große Ahnung, wie man mit den Kollegen umgeht. So viel zu meiner phänomenalen Vorbereitung.

Hoch, höher, am höchsten – Kaffee-Klimax

Noch einmal holen alle tief Luft und dann geht es wirklich los. Die Sonne sucht sich gerade ihren Weg, der Tag bricht an, und er verspricht, schön zu werden. Aktuell ist es noch knackig kühl – perfektes Wanderwetter -gut, dass ich mich für die Zwiebelvariante entschieden habe: kurzes Top, langärmeliges Top, Softshell-Jacke und Windjacke. Ausgerechnet die Älteste, Patricia, zieht uns schon auf den ersten Metern davon. Rob, Natascha und ich bleiben hingegen zusammen, als wir gleich zu Beginn ordentliche Steigungen zu bewältigen haben. Ich bin jetzt schon froh, dass ich nicht allein bin, und es ist beruhigend zu sehen, dass die anderen mindestens genauso keuchen und trotz der kühlen Temperaturen Schweißperlen auf der Stirn haben.

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Es ist, wie zu erwarten war, ordentlich was los. Alle paar Minuten grüßt man wildfremde Leute und wünscht ihnen einen guten Weg. Überholen und überholen lassen ist das Motto. Nach dem ersten Anstieg von ungefähr drei Kilometern pausieren wir an einer Mauer zusammen mit zahlreichen anderen Pilgern. Die Sonne ist durchgekommen. Es ist herrlich. Ein Deutscher aus Mönchengladbach schwadroniert über seine Erfahrungen. Das ist hier sein x-ter Jakobsweg, und er wird nicht müde, ungefragt Tipps zu verteilen. Anfangs noch interessiert, zoome ich mich schnell aus der Unterhaltung raus. Spätestens bei der Frage „Wie hast du dich auf den Weg vorbereitet?“ höre ich weg. Es wird mich nur verunsichern, wenn dann wieder alle von ihren Camino-Bootcamps erzählen, wie sie da wochenlang drauflos trainiert haben.

Wir drei quälen uns die nächsten zwei Kilometer hoch. Inzwischen läuft jeder für sich, denn es stellt sich schnell heraus, dass wir gerade am Berg alle ein anderes Tempo laufen. Während ich anfangs noch versucht habe, mit Natascha zu gehen, merke ich schnell, dass das langsame Tempo der kräftigen Amerikanerin nichts für mich ist. Es macht mich müde. Und so laufe ich alleine bis nach Hunto, dem ersten Ort auf der Strecke. Es zieht sich ganz schön, aber gleichzeitig läuft es sich prima, jetzt, wo ich in meiner optimalen Geschwindigkeit laufen kann, und so komme ich schnell voran. Auf steil folgt mega steil, und wäre ich nicht so berauscht von Natur und Abenteuer, würde es mir sicherlich schwerer von der Hand bzw. vom Fuß gehen.

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Um viertel vor neun erreiche ich Hunto, bei dem es sich mehr oder weniger um ein Gebäude handelt. Darin befindet sich eine Herberge, die nicht nur einen Stempel für mich hat, sondern mir auch einen Kaffee verkauft. Ich freue mir einen Keks, denn ich gehöre zu den Menschen, denen man morgens zwingend einen Kaffee verabreichen sollte, und sei es nur aus reinem Selbstschutz. Während ich meinen Stimmungsaufheller wegnasche, kommt Natascha den Berg hochgekeucht. Sie hat bereits alles bis auf ihr T-Shirt ausgezogen (keine Sorge, die Hose hat sie nach wie vor an) und grinst mich glücklich an. Rob ist vor ein paar Minuten vorbei gelaufen. Er wollte sich nicht aus dem Tritt bringen lassen. Gemeinsam geht es weiter. Jetzt kommt das steilste Stück von allen, und man wundert sich, wie langsam man ist, während man mühsam immer einen Fuß vor den nächsten setzt. So wie alle anderen, pilgern in Zeitlupe.

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Es geht hier wie auf einer Ameisenstraße zu. Ich hatte anfangs ja noch ein wenig Muffe, dass ich die Markierung übersehen könnte. Keine Sorge: die Markierung sind die Menschen. Wie eine bunte Perlenkette zieht diese Karawane den Berg hinauf. Um zehn erreiche ich außer Atem Orisson. Damit ist das steilste Stück geschafft. In der Herberge kann man Kaffee und Brötchen kaufen und sich dann damit auf die große Terrasse direkt am Berghang verziehen, die einen tollen Blick auf die Pyrenäen bietet und verlockend in der Sonne liegt.

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Nachdem ich ausreichend mit dem Barkeeper geschäkert habe, der mehr als traurig ist, dass ich nicht über Nacht bleiben möchte (er würde schon einen Schlafplatz für mich organisiert kriegen), suche ich mir mit Kaffee, O-Saft und Brötchen erfolgreich einen Sitzplatz. Kurz darauf taucht Rob auf, den ich zwischenzeitlich wieder überholt hatte. Was sind wir beide froh, dass wir nicht hier übernachten, denn es ist gerade mal zehn Uhr, und wir fühlen uns fit und haben große Lust, weiter zu gehen. Okay, vor uns liegen noch 20 km, wir haben in drei Stunden gerade mal ein Viertel des Tages geschafft. Die Pause ist herrlich, und ich muss zugeben, erleichtert zu sein, mal kurz den Rucksack abnehmen zu können. Das Ding bremst einen doch ganz schön. Tut man dann die ersten Schritte ohne ihn, fühlt es sich kurz an, als könne man fliegen.

Ich lungere 45 Minuten auf der Terrasse herum, dann gehen Rob und ich weiter. Noch mal die Evian-Wasserflasche auffüllen, den Rucksack überwerfen und zack, schon bin ich dem Boden der Tatsachen schlagartig wieder näher. Was ist da drin? Betonklötze? Ich habe gerade ein paar Schritte gemacht, als mir auffällt, dass ich meine Stöcke vergessen habe. Deswegen fühlte sich der sowieso schon schwere Rucksack auch noch schwerer an. Die beiden Stängel habe ich jetzt schon ins Herz geschlossen, weil sie, wie vom Verkäufer prognostiziert, das Gewicht deutlich reduzieren.

Na dann mal Attacke. Ab jetzt ist jeder auf sich gestellt. Bis Roncesvalles kommt nichts mehr. Kein Kaffee, keine Verpflegungsstation, keine Toilette. Nur noch Weg und die ein oder andere Wasserpumpe (was übrigens ein absolutes Träumchen ist, weil man deshalb nicht so viel Wasser mitschleppen muss, sondern seine Flasche on the go auffüllen kann). Beim Laufen reichen Rob und ich uns immer wieder gegenseitig unsere Wasserflaschen. Keiner hat einen Trinkschlauch dabei, und es setzt yogaeske Kunstgriffe voraus, die eigene Flasche aus dem Seitennetz des Rucksacks laufend rauszufummeln (und vor allem dann wieder zu verstauen). Rucksack absetzen ist keine Option. Dazu ist er dann doch etwas zu schwer. Teamwork ist was Feines.

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Rob lässt mich ziehen, als sich der nächste Anstieg ankündigt, und so laufe ich eine Zeit lang alleine, wenn man mal davon absieht, dass man hier ja nie wirklich alleine ist. Der Weg windet sich wie ein weißer Bandwurm durch grüne Hügel immer weiter hoch, inzwischen aber Gott sei Dank lange nicht mehr so steil wie zu Beginn. Ein paar Pferde am Wegesrand säugen gerade ihre Fohlen.

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Habe ich in freier Wildbahn auch noch nicht gesehen – ich dachte aus der Entfernung kurz, es handle sich um Kühe.

Um halb eins nehme ich mir erneut Zeit für eine Pause. Vor mir ist eine herrliche Gänseblümchenwiese. Es wäre eine Schande, diese nicht auszunuzten, also setze ich mich mitten rein, ziehe Schuhe und Socken aus und esse Nüsse, Bifi, Bananen und Pickups. Wenn man mit dem Rücken zum Weg sitzt, könnte man glatt denken, man sei alleine.

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Der ein oder andere Pilger ruft mir lachend etwas zu, wie ich so barfuß im Gras liege und gemeinsam mit meinen Schuhen und Socken durchatme. Bevor ich nach einer guten halben Stunde weiterlaufe, gönne ich meinen Füßen noch mal eine frische Portion Hirschtalgcreme und wechsle die Socken. Eine absolute Wohltat.

Je höher ich steige, desto karger wird die Landschaft. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die Ausblicke sind überwältigend. Sie machen den Weg vergleichsweise leicht. Noch einmal muss ich, über gemeines Geröll kletternd, unbequem nach oben. Was bin ich froh über meine robusten, halbhohen Schuhe und natürlich über die Stöcke, denn so muss ich nicht befürchten, ins Straucheln zu geraten oder umzuknicken.

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Da geht es anderen Leuten anders – viele laufen ohne Stöcke und beschweren sich jetzt schon, dass ihre Finger dick werden. Andere sind ernsthaft in Turnschuhen (hallo?) unterwegs. Wie sie damit Halt finden wollen, ist mir schleierhaft. Auf dem Geröllstück komme ich ins Gespräch mit Marcus aus Sao Paolo, später mit einem Paar aus Südafrika, und so vergeht die Zeit schnell. Gegen zwei stehe ich vor der Rolandsquelle und einem Meilenstein, an dem eine nette Asiatin ein Foto von mir macht.

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Nur noch 765 Kilometer. Das ist doch gelacht. An der Quelle kann man theoretisch seine Wasserflasche auffüllen, habe ich in meinem Wanderführer gelesen, aber bei dem Bisschen, das da aus dem Hahn rinnt, würde man wohl länger zum Zapfen brauchen, als für ein ordentliches Siebenminutenbier. Zudem teilt man sich das kühle Nass mit ein paar Kühen, die am Hahn nuckeln. Da meine Flasche noch voll ist, überlasse ich dem lieben Vieh sein Wasser.

Immer, wenn ich denke, ich hätte den höchsten Punkt erreicht, geht es weiter hoch. Ich passiere eine Schutzhütte, die eher wie eine Höhle aussieht und bei richtig schlechtem Wetter einigen Wenigen Schutz bieten kann. 15 Minuten später laufe ich über einen Laubteppich, auf dem es sich ganz hervorragend weich gehen lässt und an dessen Rand tatsächlich noch Schneereste liegen. Der Geruch nach vermoderten Blättern und Frühling ist herrlich, und das Gefühl, auf diesem weichen Untergrund zu wandern, phänomenal.

Erst um 15 Uhr bin ich endlich ganz oben angekommen, muss aber auch zugeben, dass ich zwischendurch wirklich mehr als ausreichend pausiert habe. Ich möchte meinem Körper alle Zeit geben, die er braucht, um diesen Tag einigermaßen entspannt zu bewältigen. Ich genieße diesen Weg in vollen Zügen. Wie lange wollte ich ihn schon laufen! Und jetzt bin ich plötzlich mittendrin. Das mache ich mir so intensiv bewusst, dass ich aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskomme. Auf dem Gipfel angekommen weht es leider so stark, dass ich nur eine kurze Zigarettenpause mache. Es ist einfach zu ungemütlich.

What goes up, must come down – gern auch auf einem Umweg

Und dann geht es runter. Ich habe die Wahl zwischen zwei Wegen. Der eine hat knapp fünf Kilometer, der andere gute sechs. Die Abkürzung hat jedoch den Nachteil, dass sie stellenweise sehr steil ist und erneut Geröll auf einen wartet. Ich beobachte die Leute, wie sie sich abwärts mühen.

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Die Alternative führt auf sanfteren Schleifen hinab in Richtung des Klosters Roncesvalles. Von meiner Wandertruppe habe ich niemanden mehr gesehen. Auf dem Boden liegt ein Mann, der sich kurz ausruht, und wir unterhalten uns über die beiden Optionen. Als er fragt, welche ich wählen werde, sage ich, dass ich den Umweg machen werde. Ich bin seit achteinhalb Stunden unterwegs und möchte so kurz vor dem Ziel kein unnötiges Risiko mehr eingehen.

Bisher bin ich sehr gut durchgekommen. Ich bin schon an einigen Leuten vorbeigelaufen, die dabei waren, ihre Füße mit Tape zu fixieren, weil sich erste Blasen gebildet haben. Der Engländer lacht, als ich ihm meine Entscheidung mitteile und konstatiert, dass es wirklich faszinierend sei: fast niemand laufe den weniger anspruchsvollen Umweg und wenn, dann seien es fast ausschließlich junge Leute wie ich. Offensichtlich seien wir vernünftiger als die Alten. Er habe von seiner Position bereits beobachtet, wie manche Leute auf dem steilen Abstieg verdächtig ins Rutschen geraten seien.

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Ich verabschiede mich also und mache mich auf meinen Umweg. Zum ersten Mal heute sehe ich niemanden vor mir, und wenn ich mich umdrehe, ist auch niemand hinter mir. Perfektes Timing für eine unbeobachtete Pipipause. Ich hole meinen MP3-Player raus und laufe zu Musik von Amalia Rodrigues (ich wollte irgendwas Spanisches mitnehmen und habe mir kurzerhand diese CD meiner Mutter auf den Player gezogen) immer weiter in Richtung des heutigen Etappenziels. Nach wenigen Metern kann ich nicht verhindern, dass mir die Tränen kommen. Wie glücklich kann man sein? Ich bin alleine in dieser unfassbaren Kulisse, habe alles, was ich brauche (und noch ein wenig mehr) dabei, höre Musik bei Sonnenschein und bin zwar wirklich erschöpft, aber sehr, sehr zufrieden.

Als ich auch 45 Minuten später immer noch keine Menschenseele gesehen habe, werde ich langsam unsicher, ob ich tatsächlich immer noch auf dem richtigen Weg bin. Zwar sehe ich hier und da Markierungen, doch es sind keine gelben Pfeile, weil es sich ja um den Umweg handelt. In den Pyrenäen verloren zu gehen, wäre jetzt eher semi-optimal, egal wie viele Nüsse man bei sich hat. Ich stoße auf eine weitere Markierungsvariante, bei der es sich um eine Abkürzung handeln könnte, der ich aber nicht traue. Ich laufe lieber weiter entlang der anfänglichen Kennzeichnung. Bloß kein Risiko! Zehn Minuten später, nachdem ich offensichtlich einen großen Bogen gemacht habe, sehe ich erneut die Alternativmarierung. Man hätte also ein paar Meter sparen können, wenn man der Spur gefolgt wäre, aber was soll es.

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Und dann blitzt endlich das Dach des Klosters zwischen den Baumwipfeln auf. Ich freue mir einen Keks. Ich bin also nach wie vor richtig und vor allem bin ich bald da. De facto sind es dann doch noch gute dreißig Minuten, bis ich wirklich vor Ort bin (das wird mir in den nächsten Wochen noch häufig passieren, dass zwischen Ort sehen und Ort erreichen sehr viel Zeit liegen kann und diese sich ganz besonders lang anfühlt).

Dusche finden mit Charmeoffensive

Am Kloster angekommen (17 Uhr) suche ich mir meinen Weg zum Empfang, wo die Pilger zügig von den niederländischen Hospitaleros (Herbergshelfern) abgefertigt werden: „Grund der Reise (religiös/kulturell/kein Grund)? Mit Abendessen (ist schlauer, es gibt vor Ort nicht allzu viel)? Wo ist dein Credencial? Hier ist dein Bettüberzug! Nächster!“ Es wird gestempelt, man bekommt einen papierenen Matratzenschoner plus Kissenüberzug in die Hand gedrückt, bezahlt die Übernachtung und erhält die Nummer eines Schlafsaals und ein Zeitfenster für das Abendessen. Das ist hier eine logistische Meisterleistung. Roncesvalles ist eine der größten Pilgerunterkünfte. Hier finden bis zu 380 Menschen Platz und trotzdem habe ich das Gefühl, die Klosteranlage platze aus allen Nähten.

Die guten Zimmer im modernen Hauptgebäude sind natürlich längst belegt. Ich muss in eine der Notunterkünfte. Ein Verschlag mit dem Charme eines Hundezwingers wartet auf mich. Darin stehen 20 Stockbetten und, und das ist das Schönste, es gibt genau zwei  Duschen für insgesamt 40 Leute. Und da wir alle mehr oder weniger gleichzeitig angekommen sind, ist vor der Dusche eine elendslange Schlange. Na großartig. Bis ich an der Reihe bin, ist Abendessenszeit. Ich erwische eines der letzten Betten. Natürlich ist es das obere, das noch dazu keine Leiter hat. Ich bin erschöpft, verschwitzt und absolut planlos, wie ich da hoch kommen soll.

Vor dem Bett steht ein Stuhl, auf dem jemand seine Sachen ausgebreitet hat. Ich räume die Sachen beiseite und schaffe es mit Hilfe des Stuhls dann doch noch nach oben. Eine durchgelegene Matratze und ein Kissen warten auf mich. Ich überziehe beides mit der Papierhülle, rolle meinen Schlafsack aus, drapiere mein kleines Kissen auf das vorhandene Kissen und richte mich weitestgehend häuslich ein. Wie gern würde ich kurz ausruhen. Aber ich ahne, dass ich, wenn ich mich nicht sofort um das Thema Dusche kümmere, nie wieder aufstehen werde. Die Leute um mich rum sind mindestens so erschöpft wie ich. Es riecht nach Schweiß und vielen Menschen, zahlreiche Füße werden massiert, Gesichter verzogen und einige meiner Zimmergenossen unterhalten sich auf Deutsch und meckern, dass es so wenig Duschen gibt.

Ich finde das ebenfalls blöd, möchte aber meine Zeit nicht mit Meckern vertun, sondern das Problem konkret angehen. Kann doch nicht sein, dass es hier nirgends weitere Duschen gibt! Mit meinem Kulturbeutel unter dem Arm mache ich mich auf die Suche nach einem Hospitalero. Nach einigen Minuten werde ich in der Nähe der Rezeption fündig. Ob es irgendwo ein Waschbecken gäbe, frage ich sicherheitshalber direkt mal auf Niederländisch. Der Mann schaut mich verwundert an. Ich erkläre, dass ich mich gern waschen würde und er mir, dass jeder Schlafraum seine jeweiligen Möglichkeiten habe. Ich lächle mein freundlichstes Lächeln und schildere, dass da gerade 35 Leute vor zwei Duschen Schlange stünden. Während ich so lächle, frage ich mich, wieso der Mann mir so bekannt vorkommt. Das ist einer aus der Gruppe von Niederländern, die gestern Abend im gleichen Lokal Essen waren, wie Rob und ich, schießt es mir auf einmal durch den Kopf. Ich spreche ihn darauf an und ja, das stimmt, da seien sie gestern gewesen. Keine Ahnung, ob es daran oder an meinem Niederländisch liegt. Fakt ist, dass er mir daraufhin zuzwinkert und fragt, ob ich denn schon im ersten Stock gewesen sei. Wenn nicht könne er mir den ja mal zeigen. Spricht es und setzt sich in Bewegung.

Ich laufe ihm erfreut hinterher. Unterwegs renne ich fast in Patricia rein. Ihr geht es also gut. Ich habe keine Zeit, mich mit ihr zu unterhalten. Ich darf den Hospitalero nicht verlieren. Er geht mit mir durch die Schlafsäle im Haupthaus. Zwischen den Unterkünften liegen Welten. Hier ist alles modern, renoviert, die Betten sind in einer Art Schlafkabine, immer zwei durch Trennwände von den anderen abgegrenzt. Es gibt einen Schrank, Bettlampen, Steckdosen. Und: es gibt leere, moderne Duschen. Das ist also der erste Stock, sagt der Hospitalero mit einem verschmitzten Grinsen. Ich könne mich ja noch ein wenig umschauen. Dann geht er. Und so kann ich Glückspilz in Seelenruhe völlig alleine duschen, obwohl es hier gleich mehrere leere Duschen gibt. Mein müder Körper bekommt einen neuen Schub Energie und so mache ich mich in frischen Klamotten kurz darauf glücklich auf den Rückweg in mein Kabuff, wo ich meinen Mitbewohnern verrate, wo sie weitere Duschen finden können. Irgendwie habe ich „vergessen“, dass der  Hospitalero mich bat, Stillschweigen zu wahren. Gemeinschaftssinn geht an dieser Stelle vor.

Samt Tagebuch und Nussbox flacke ich mich in den sonnigen Innenhof des Klosters und lasse erfolgreich meine Haare trocknen (Erkältung wegen nasser Haare war eine meiner Urängste), installiere meine spanische SIM-Karte und rufe zuhause an. Alle sind erleichtert, dass ich es gut überstanden habe. Mir selbst fällt im Rückblick auch ein riesen Stein vom Herzen. Ich habe tatsächlich nicht eine einzige Blase, auch wenn Beine, Füße, Schultern und Rücken ordentlich rumjammern.

Im Innenhof stolpere ich auf einmal über den Mann, der an der entscheidenden Abzweigung „Abkürzung oder Umweg“ auf dem Boden lag und frage ihn, welchen Weg er genommen hat. Er verzieht das Gesicht. Er ist den kürzeren, steilen Pfad gegangen und dabei umgeknickt. Es sei nicht so schlimm, sagt er, aber hinter ihm seien vier Leute gestolpert und hätten sich verletzt. Für zwei von ihnen sei die Reise jetzt bereits zu Ende. Gleich im Anschluss laufe ich Marcus in die Arme. Er hat den gleichen Abendessen-Slot wie ich und so beschließen wir, vorher noch gemeinsam etwas Trinken zu gehen. Bei einem Bier auf der Terrasse eines kleinen Cafés lerne ich auch noch zwei weitere, ältere Brasilianer kennen.

Abendessen mit alten und neuen Bekannten

Und dann steht wie aus dem Nichts Rob vor mir. Ich falle ihm vor Begeisterung wie einem alten Freund um den Hals. Wir kennen uns erst zwei Tage, aber das fühlt sich nicht so an. Man lässt auf dem Jakobsweg offensichtlich schneller Nähe zu. Rob setzt sich zu uns, und um viertel nach acht machen wir uns alle auf den Weg in den Speisesaal. Am Eingang werden wir auf Spanisch gefragt, ob wir unser Pilgermenü mit Fisch oder Fleisch wollen. Neben mir steht eine Frau mit grauem Zopf, die mürrisch schaut und leise vor sich hin meckert, dass sie kein Wort verstehe und was das denn jetzt bedeute und wieso man das nicht auf Deutsch sagen könne. Ich seufze innerlich auf und denke mir, wir sind hier halt in Spanien, da spricht der Kellner Spanisch. Statt weiter innerlich klugzuscheißen, übersetze ich es ihr schnell und gebe ihre Bestellung gleich mit auf. Vermutlich sind wir alle einfach erschöpft.

Wir werden an einen runden Tisch bugsiert. Ich schaffe es, mit Rob und Marcus am gleichen zu landen. Die Frau mit dem Zopf bleibt in meiner Nähe und platziert sich rechts von mir. Na, Mahlzeit, denke ich. Da ist die gute Laune ja vorprogrammiert. Wir kommen ins Gespräch. Maria kommt aus Österreich und ist 2012 den Camino del Norte gelaufen (das ist der Küstenweg). Da war es viel schöner. Und vor allem war da deutlich weniger los. Mit diesen ganzen Leuten hier werde man ja verrückt. „Ja“, denke ich mir, „mit manchen schon.“ Rob, der zu meiner Linken sitzt, ist wie immer die Ruhe selbst. Er kramt netterweise sein Deutsch raus und unterhält sich mit Maria, während ich mich am Tisch durchfrage, wer hier wer ist. Neben Marcus sitzt der andere Brasilianer, dessen Namen ich vergessen habe (Narciso oder so was) sowie Chelsea aus den USA, die aussieht, als sei sie gerade aus einem Sportklamottenkatalog gehüpft (super stylische Klamotten, ein Gesicht, das kein Make-up braucht). Dann folgt ein Däne, mit dem sie heute gemeinsam gelaufen ist. So verknallt, wie er Chelsea anschaut, wird sich das wohl auch in den nächsten Tagen nicht ändern.

Und dann sind da noch Vater und Sohn (ein weiterer Rob) aus Irland. Der Vater, der weit über fünfundsiebzig sein muss, läuft den Camino zum zweiten Mal. Ihm hat die heutige Etappe heftig zugesetzt, aber er nimmt es gelassen und ist einfach nur dankbar, dass er es geschafft hat und in Roncesvalles angekommen ist, wenn auch auf dem Zahnfleisch. Sein Sohn macht sich Sorgen und wiederholt immer wieder „Dad had a really hard time“. Doch Dad ist entspannt und sagt, dass das schon wird. Der Weg sei eben kein Kinderspiel, und er sei glücklich, ihn überhaupt noch machen zu können. Seine Demut und Begeisterung für die Sache an sich beeindrucken mich total, und ich denke mir, dass sich einige am Tisch davon eine Scheibe abschneiden könnten. Ich hoffe sehr, dass Vater und Sohn es bis nach Santiago schaffen werden.

Ich unterhalte mich noch ein wenig mit Maria auf Deutsch. Ich glaube, ihr Englisch ist nicht so gut, und sie ist etwas ausgeschlossen von den spaßigen Gesprächen an unserem Tisch, die inzwischen durch den Wein neue Höhen erreichen. Im Gespräch taut sie ein wenig auf und erzählt mir, dass sie den Weg für ihre Schwester laufe. Diese wollte, nachdem Maria ihren Camino del Norte beendet hatte, so gern den Camino Frances laufen und verstarb dann plötzlich. Nun geht Maria den Weg an ihrer statt. Die Geschichte berührt mich sehr. Ich finde es bewundernswert, den Weg für jemand anderen zu laufen, und ich stelle es mir vor allem deutlich härter vor, als wenn man das ausschließlich für sich selbst macht. Man hat auf irgendeine Art viel mehr Verantwortung (und vielleicht auch Druck), das zu schaffen, als wenn man nur das eigene Zielt erfüllt und jede Entscheidung nur mit sich selbst ausmachen muss. Vielleicht ist das auch der Grund für Marias Grummeligkeit. Ich weiß wirklich nicht, wie ich durch diesen Tag gekommen wäre, wenn ich es nicht aus jeder Pore gewollt hätte und die Begeisterung mir nicht die ganze Zeit vor Freude quietschend auf der Schulter gesessen hätte.

Auch wenn ich keine Blase abbekommen habe und außer Schmerzen in allen Körperteilen wohlauf bin, war diese Etappe nicht umsonst meine Angst-Etappe, stellt sich heraus. Am Tisch erzählt jemand, dass hier zwei Südkoreaner vor kurzem ums Leben gekommen sind. Sie waren im Schnee unterwegs, konnten die Markierungen nicht finden, verliefen sich und sind schlussendlich erfroren. Man hat sie viel zu spät gefunden. Der Gedanke schüttelt mich. Während wir bei angenehm kühlen Temperaturen und anhaltendemSonnenschein hier hochlaufen durften, haben andere Menschen mit dem Leben bezahlt. Unfassbar. Wir nutzen den Wein, den es standardmäßig zum Pilgermenü gibt und stoßen darauf an, dass wir am Tisch alle wohlbehalten angekommen sind.

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Dann bricht Hektik aus. Es ist 21:45 Uhr, und es geht das Gerücht, dass um 22 Uhr das Licht ausgemacht wird. Wir hetzen los, jeder in seine Unterkunft. In meinem Schlafsaal liegen schon alle im Bett. Ich angle mir meinen Kulturbeutel und flitze, so schnell mich meine Flipflops lassen, ins Gemeinschaftsbad, um mir die Zähne zu putzen. Den Aufstieg ins Bett meistere ich Gott sei Dank unfallfrei im Dunkeln bzw. im Schein meines iPhones mit Hilfe des Stuhls. Ich zucke kurz zusammen, weil das Bett so laut quietscht und das ganze Konstrukt unter meiner Bewegung wankt. Aber dann mummele ich mich, begleitet von ersten Schnarchgeräuschen, gemütlich in meinem Schlafsack ein.

Diesmal liegen die Oropax griffbereit in meinem Inlay. Als ich sie reingeschraubt habe, wird es zwar still, dafür drücken die Dinger ziemlich. Ich brauche drei Anläufe, bis sie endlich richtig sitzen, aber auch dann ist an Schlaf nicht zu denken. Der Tag war viel zu aufregend. Während ich alles Revue passieren lasse, wird mir schlagartig bewusst, dass ich Natascha gar nicht mehr gesehen habe. Ich hoffe, die kräftige Amerikanerin ist wohlbehalten in Roncesvalles angekommen! Wie es wohl morgen werden wird? Die Idee ist, 23 Kilometer bis nach Zubiri zu laufen. Ich hoffe, es klappt alles. Denn morgen geht es logischerweise abwärts und gerade das letzte Stück soll sehr steil sein. Und dann kommt schon bald Pamplona, und dann Burgos und dann…schlafe ich endlich ein.

Zeitreise

Du willst wissen, wie es weitergeht und ob ich die nächsten 23 Kilomter schaffe? Dann geh mit mir von Roncesvalles nach Zubiri.

Du hast gar nicht mitbekommen, dass meine Reise nicht ganz wie geplant begann? Dann lies das Stück von Biarritz nach Saint-Jean-Pied-de-Port doch einfach noch mal nach.

Warst du selbst auf dem Jakobsweg unterwegs und bist in Saint Jean gestartet? Wie war es bei dir? Oder planst du vielleicht selbst, diesen Weg zu laufen? Erzähl es mir gern und lasse deinen persönlichen Eindruck im Kommentarfeld da.

Ich muss das weitersagen

9 Gedanken zu „Camino Frances #3: Von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles&8220;

  1. Quiiiieeeeeeeeeeetsch, Amália Rodrigues ist doch keine Spanierin sondern Portugiesin und macht typische Fado-Musik!!!!
    Nix mit spanischer Musik 🙂

    Das 4. kleine Bild von oben – die Frau in hellblau – die schaut lieb aus.

    So langsam wird es für die Pilger-Wanderin strapaziös …. herrlich 🙂

  2. Hi Audrey, ich bin den Camino im April/Mai 2015 gelaufen und habe Deinen Blog jetzt entdeckt…ich fange jetzt mal an zu lesen und ab und an werde ich etwas kommentieren, wo ich mich oder meinen Camino entdecke! In jedem Fall hast Du einen tollen, kurzweiligen Schreibstil, der sehr viel der besonderen Camino-Magie erlebbar macht! Hoffe, dass sich Dein Blog rumspricht! Weiter so! P.S. Der Weg nach Roncesvalles war für mich die beeindruckendste Etappe mit all den Herausforderungen(Hitze unten, Schnee oben, spätes Abendessen), deshalb plane ich nächstes Jahr von Bordeaux nach Roncesvalles wandern und dort aufhören, wo alle beginnen!

    1. Hallo Guido,
      Danke für deinen schönen Kommentar, der mich sehr freut – genauso wie die Aussicht, dass du dir den ganzen Blog „antun“ willst.
      Für mich war die Pyrenäen-Etappe von SJPDP nach Roncesvalles auf jeden Fall auch einer meiner Lieblingstage. Bitte kommentiere gern alles, was du wieder erkennst, anders erlebt hast oder denkst.
      Blogs werden erst dann gut, wenn sie gelesen und vervollständigt werden. Ich freu mich drauf – Audrey

  3. Huhu Audrey, ich bereite gerade meinen dritten Jakobsweg vor und bin dabei auf deinen Blog gestoßen. Super toller Schreibstil!! Schau gerne auch auf meinem Camino-Blog vorbei. Ultreia und buen Camino 🙂
    Carolina

    1. Hi Carolina? Das freut mich sehr, wenn es dir gefällt. Da schaue ich gern mal bei dir nach. Bin ja gespannt, welche Wege du schon gelaufen bist, und wo #3 hingehen soll.
      Ich bereite auch schon wieder vor. Das zweite Stück vom Norte steht im Mai an.
      Jetzt nur die große Frage, ob ich den ersten Teil bis Santander als nächstes verblogge oder den portugiesischen aus 2017 😉

  4. Hi Audrey, wenn es ein Buch 📖 von deinem Camino gäbe, würde ich es sofort kaufen. Ich möchte den Camino ab Juli 2023 laufen und hatte bis jetzt keine Vorstellung von den Pyrenäen und dem Weg. Da ich im Moment ausgeknockt und krankgeschrieben bin, werde ich gleich weiter lesen. Besser und schöner als ein Roman. Liebe 💕 Grüße – Martina

    1. Liebe Martina, das geht tatsächlich gerade runter wie Öl. Vielen Dank.
      Da freue ich mich doch, wenn du krankgeschrieben unverhofft auf einen Roman gestoßen bist. Viel Freude beim Lesen und gute Besserung!
      Audrey

  5. Liebe Audrey,

    ich bin heute auf deinen Blog gestoßen und nun lese ich und lese ich… Toll wie Du schreibst! Ich bin 53 Jahre und möchte den Camino im September 2020 laufen. Leider spreche ich nicht wirklich englisch, habe es nie gelernt. Und das ist meine Angst den Camino zu laufen, weil ich dann sprachlich ausgegrenzt bin und nicht diese wunderbaren Menschen aus aller Welt kennen lernen kann. Ich weiß nicht, ob ich es noch schaffen könnte englisch zu lernen bis nächstes Jahr.
    Viele Grüße Susann

    1. Liebe Susann,
      2020 – das ist doch gar nicht mehr so lange hin 🙂 Wie schön. Freu dich drauf!
      Da kommt was Tolles auf dich zu.
      Mach dir nicht zu viele Sorgen, was dein Englisch anbelangt. Wenn so viele Menschen aus so vielen Ländern zusammenkommen, muss man vor allem eins: sich trauen. Man spricht viel mit Händen und Füßen, wenn einem das nicht zu peinlich ist (und das sollte es nicht sein). Und auch sonst radebrecht man einfach vor sich hin. Es gibt genug, die nicht besonders gut Englisch sprechen. Wie du schreibst, ist es ja nicht so, dass du gar nichts kannst.
      Ich würde dir dennoch empfehlen, dich ein bisschen mehr ans Englische ranzuwagen. Es ist doch total toll, wenn man etwas Neues lernt – vor allem wenn man weiß, wofür man das macht. Und 53 ist ja nun auch kein Alter, wo man das nicht mehr hinbekommt 😉
      Ich selbst hatte Angst, weil ich nie Spanisch gelernt habe. Das war aber auch kein Problem, obwohl viele Spanier kein Englisch sprechen. Die wichtigsten Vokabeln (Kaffee, Wasser, Stempel, Brot etc.) schnappt man auf und was immer funktioniert, ist Lächeln. Das ist ja Gott sei Dank international.
      Und wenn gar nichts mehr geht, verlass dich drauf: es sind mehr Deutsche unterwegs, als Dir lieb sein wird 😉
      In diesem Sinne: freu dich drauf und lies dich noch ein bisschen durch meine Erlebnisse. Wie schön, dass du hergefunden hast.
      Audrey

Und was sagst Du?