Malerweg – Acht Tage auf Deutschlands schönstem Wanderweg

Fernwanderung Malerweg: Erfahrungsbericht, Eindrücke, Bilder und Tipps für die acht Etappen durch die Sächsische Schweiz #malerweg #saechsischeschweiz #deutschland #wanderung #fernwanderung #wandern #fernwandern #rucksack #wanderblog #wanderblogger #läuftbeiihr

Von viel gefragten Leuten und viel gelobten Wegen, von Malern und Musikern, Kilometer- und Stundenangaben, von Riesen und Zwergen, Stufen und Stiegen, Knödeln und Würzfleisch, 840 Gramm Eitelkeit und dem Gefühl, ganz schön klein, aber nie allein zu sein (112 km Malerweg, 15.-22. September 2019)

Wir haben 1.000 Leute befragt… oder so ähnlich

„Welchen Weg sollte ich in Deutschland unbedingt mal machen?“ frage ich 2017 zwei vorbeilaufende Zufallsbekanntschaften auf dem Rheinsteig. Die beiden sind seit Jahren wanderbegeistert, und ihre Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: Eindeutig den Malerweg. In dem Moment frage ich mich noch, ob Maler- oder Mahlerweg, also Pinsel oder Töne.

Ein paar Wochen später unterhalte ich mich mit einem ebenfalls wanderaffinen Kollegen, der erzählt, dass ihm ein passionierter Wanderer um die achtzig beim Gespräch verraten habe, dass der schönste Fernwanderweg Deutschlands der Malerweg sei. Ich bin verwundert. Da ist er ja schon wieder! Und so beginne ich neugierig mit ersten Recherchen.

Die Basteibrücke strahlt mir von jedem zweiten Bild entgegen, dicht gefolgt von Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer. Kalksandsteinriesen türmen sich vor mir auf, Panoramaaussichten zwinkern mir schelmisch zu. Die verspielte Schroffheit der Landschaft zieht mich in ihren Bann, weckt sie doch Kindheitserinnerungen an Urlaube an der luxemburgischen Grenze, bei denen Wanderausflüge ins Mullerthal nie fehlen durften.

Dass ich den Malerweg laufen werde, ist sofort beschlossene Sache, doch er ziert sich noch ein wenig. Eigentlich will ich ihn mir gleich im Sommer des nächsten Jahres mit meiner besten Freundin vorknöpfen, doch ich fürchte die Betriebsamkeit der Sommerferien, und wir weichen auf den Hexenstieg aus.

Genau diese Freundin schenkt mir Anfang 2019 zum Geburtstag ein Buch mit den schönsten Fernwanderungen weltweit. Als ich es öffne, ist die erste, vorgestellte Tour der Malerweg, und er bleibt der einzige deutsche Weg im gesamten Buch. Ich fälle meinen Entschluss: im Herbst muss der kleine Edelstein dran glauben.

Vorbereitung auf den Malerweg

Kein Plan, keine Option

Am 20. August stelle ich überrascht fest, dass bereits der 20. August ist – ihr kennt das. Ich bin einfach nicht zu frühzeitiger Planung in der Lage, denn irgendwas ist immer. Mein Resturlaub schaut leicht beleidigt aus dem Fenster, während mir abwechselnd heiß und kalt wird. Wenn ich bei halbwegs gutem Wetter auf den Malerweg will, muss ich mich ranhalten, denn bald sind Herbstferien, was ich mir auf gar keinen Fall antun möchte, weil der Weg immer beliebter wird.

Obwohl ich alleine unterwegs sein werde, scheint es mir sinnvoll, meine Unterkünfte vorab zu buchen, auch wenn das bedeutet, dass ich mich bereits vor dem Start festlege, wo die Etappen enden werden. Eigentlich liebe ich es, mich je nach Tagesform treiben zu lassen und spontan zu entscheiden, wo ich nächtige, aber das geht nur bei ausreichender Infrastruktur.

Nun führt der Malerweg zwar nicht durch völlig abgelegenes Terrain, aber er hat klare, naturgegebene Start- und Endpunkte, die vermutlich auch von allen anderen Wanderern angepeilt werden. Da ich unbedingt jede Unterkunft zu Fuß erreichen möchte und nicht noch Bus fahren will, um zu meinem Bett zu gelangen, suche ich Unterkünfte direkt am Weg. Das wiederum sind häufig private Pensionen, die eine überschaubare Anzahl Betten im Angebot haben. In ist, wer drin ist, oder so ähnlich, also ran ans Reservieren.

Vergiss die Kilometer

Ich verbringe ein Wochenende mit der Strecken- und Übernachtungsplanung. Bei Ersterem ist die Seite des Malerwegs wirklich hilfreich, denn sie gibt nicht nur Kilometer vor, sondern verrät auch die dafür benötigte Zeit, was mir schlichtweg den A…. retten wird.

Meinem ersten Impuls folgend hätte ich Etappen von 20-25 Kilometer angesetzt, so wie sonst auch. Die vermeldeten Zeitangaben machen mich jedoch stutzig. Acht Tage für 112 Kilometer, siebeneinhalb Stunden für 16 Kilometer? Ich lese genauer und finde den Grund, nämlich Stufen, Stiegen und Leitern, die knapp 4.000 Höhenmeter hinauf und ebenso viele wieder hinunter führen. Garniert werden sie von Aussichten, die man auch nicht links liegen lassen möchte.

Ausreichend Zeit scheint der Schlüssel zu einer erfolgreichen Tour zu sein, und so orientiere ich mich bei der Planung schnell nicht mehr an Kilometern sondern an Stunden, denn schließlich möchte ich nicht mit neuem Rekord über die Strecke hetzen, sondern den viel gelobten, wenn auch sicher anstrengenden Weg genießen.

Meine Recherche bestätigt dies. Simone lief drei Etappen und kam schön ins Schwitzen, während Jörg den ganzen Malerweg in nur sechs Tagen machte und stellenweise bereute. Weniger, weil es ihn überanstrengt hätte (auch wenn man seinen Zeilen manchmal ein leichtes Keuchen entnehmen kann), sondern weil er sich schlichtweg gern an mancher Stelle mehr Zeit genommen hätte.

Der Malerweg hat nämlich die gemeine wie grandiose Eigenheit, nicht nur ein Highlight nach dem nächsten entlang der regulären Streckenführung zu servieren, sondern die nähere Umgebung mit ebenfalls lohnenswerten Abstechern zu pflastern. Da läppern sich die Extrakilometer schnell.

Bettenbingo

Mit meiner Vorauswahl an Unterkünften im Blick beginnt das große Daumendrücken, denn alle müssen am jeweiligen Tag mitspielen. Den ersten Strich durch die Rechnung macht mir Weißig, seines Zeichen vorgesehenes Ende von Etappe Sieben. Alle Unterkünfte, die ich online finden kann, sind belegt. Zähneknirschend plane ich die Etappe um: dann endet der Tag eben in Königstein.

Der Ort reizt mich nicht nur wegen seiner imposanten Festung, die ich mir dann in Ruhe anschauen kann (denke ich zumindest), sondern weil es hier seit einem Jahr ein waschechtes Hostel gibt. Auf dessen wirklich informativer Webseite finde ich zudem eine Übersicht der Öffi-Verbindungen zu den unterschiedlichen Streckenstart- und -endpunkten, was mich schlagartig beruhigt: sollte ich an weiteren Orten keine Unterkunft bekommen, kann ich von hier pendeln.

Wo bin ich?

Wer sich bisher fragt, wo er den Malerweg geographisch hin verorten soll, weil er mit den genannten, wohlklingenden Ortsnamen Weißig und Königstein nicht ganz so viel anfangen kann, dem sei verraten, dass der Weg eine Schleife um die Elbe beschreibt. Nun gehört die Elbe mit einer Länge von mehr als 1.000 Kilometern zu den zehn längsten Flüssen Europas, so dass dieser Hinweis vermutlich bei der geographischen Zuordnung nur bedingt hilfreich ist.

Hier also Tipp Nummer Zwei: der Malerweg liegt in der sächsischen Schweiz. Schweiz deswegen, weil sich bei ihrem Anblick zwei Schweizer Künstler im 18. Jahrhundert an ihre Heimat erinnert fühlten und sächsisch, weil wir uns nun mal in Sachsen befinden, um genau zu sein eine knapp 20-minütige S-Bahnfahrt von der Landeshauptstadt Dresden entfernt.

Packen und los

Am Vorabend der Abreise verbringe ich anderthalb Stunden mit der philosophischen Frage, wie viel Eitelkeit wiegen dürfe. In meinem Fall wiegt sie 840 Gramm. Ist es das wert? Anders als sonst will ich bei dieser Tour nämlich ein „normales Outfit“ für meinen Tag in Dresden dabeihaben, bestehend aus einer Jeans (400 Gramm) und einer dünnen Wildlederjacke (440 Gramm).

Ich besiege mein schlechtes Gewissen, in dem ich einfach kurzerhand die zweite Wanderhose zuhause lasse. Sie wiegt genauso viel wie besagte Jeans, ist aber nicht annähernd so warm, was an den langsam kühler werdenden Herbstabenden zu bösen Überraschungen führen könnte. Es ist also sehr vernünftig von mir, die Jeans einzupacken, befinde ich hüstelnd. Das verbleibende halbe Kilo, dessen einzige Rechtfertigung mein optisches Erscheinen ist, akzeptiere ich protestlos.

Der Rest ist schnell gepackt, denn mein Rucksackinhalt gestaltet sich eigentlich wie immer. Egal ob vier oder 40 Tage, die Unterschiede beim Gepäck sind marginal. Es kommt weniger auf die Länge an (ja-ha, witzig) als auf die Jahreszeit und die Art der Unterkünfte. Im Vergleich zum Camino nehme ich ein zusätzliches, langärmeliges Shirt mit, lasse dafür aber den Schlafsack daheim.

Am Morgen des 15. September geht das Abenteuer endlich los. Der tschechische EC bringt mich binnen etwas mehr als vier Stunden von Hamburg nach Dresden, wo ich wenig später mit der S-Bahn ins zwanzig Minuten entfernte Pirna fahre. Dort wiederum startet der Bus nach Liebethal (noch mal 20 Minuten Fahrt), dem Startpunkt von Etappe Eins, die ich noch am gleichen Tag laufen werde.

 

Mein Malerweg im Schnelldurchlauf

Für den, der nun wissen möchte, wie sich meine Wanderung gestaltet hat, folgt eine (für meine Verhältnisse) knackige, kompakte Übersicht der acht (plus ein) Tage.

Wie habe ich mir die Etappen eingeteilt, wie viele Kilometer bin ich gelaufen, wie lange habe ich dafür gebraucht, wo habe ich übernachtet, gibt es einen Tagestipp, was sieht man auf diesem Stück des Weges und was war mein Highlight?

Wer meinen Blog kennt, kann sich denken, dass die Detail-Berichte meiner täglichen Erlebnisse in der mir üblichen Ellenlänge wöchentlich folgen werden, während die Aufstellung unten maximal als Teaser dient.

Etappe 1: Liebethal – Stadt Wehlen

Harte Fakten

  • Distanz: 11,5 km
  • Dauer: 3,5 Stunden inkl. Pausen
  • Unterkunft: Kunsthaus am Malerweg (17,50€)
  • Tipp (wenn auch nur Hörensagen): Der Imbiss gleich an der Elbe
  • Bewertung: 4/5 Wanderschuhe
Malerweg Felsentor Etappe 1 Liebethal Stadt Wehlen
Highlight an Tag 1: Das Felsentor im Uttewalder Grund kurz vor Wehlen

Kurzbeschreibung

Die erste Etappe ist so herrlich kurz, dass ich sie noch am Tag meiner Anreise aus Hamburg laufen kann. Die Strecke ist überraschend abwechslungsreich. Nach einem kurzen Stück entlang des Flüsschens Wesenitz erschlägt mich das Wagner-Denkmal gigantischen Ausmaßes. Der Komponist wird hier zwar als Gralsritter inszeniert, doch kann dies weder über sein notorisches Doppelkinn noch den stets mürrischen Gesichtsausdruck hinwegtäuschen.

Ich gehe – zugegebenermaßen recht illegal – über das baufällige Gebäude der Lochmühle hinauf nach Mühlsdorf. (Das Gelände ist inzwischen nicht mehr passierbar, die Seite des Tourismusverbandes gibt hier aktuelle Auskunft.) Von Mühlsdorf wandere ich über ausgedehnte Feld- und Waldwege sanft auf und ab bis in den Uttewalder Grund.

In dieser Schlucht türmen sich erstmals Steingiganten neben mir auf, und es wird merklich kühler und stiller. Dann stehe ich vor dem Felsentor und bin erleichtert, dass ich nicht durchkrabbeln muss, sondern dass es einen Durchgang für kleine und große Menschen gibt.

Kurz hinter diesem magischen Ort trifft man auf das Gasthaus Waldidylle und erreicht nach einem weiteren Waldstück schnell Stadt Wehlen, mit den Überresten einer Burg und seinem gemütlichen Marktplatz.

Bilderbuch: 6-mal Etappe 1

Etappe 2: Stadt Wehlen – Hohnstein

Harte Fakten

  • Distanz: 13 Kilometer
  • Dauer: 5,5 Stunden inkl. Staunen, Besuch der Felsenburg und Pausen
  • Unterkunft: Jugendherberge Hohnstein (31,50€ inkl. Frühstück & Abendessen)
  • Tipp: Mit Gästekarte kostet die Felsenburg nur 1,00€ Eintritt
  • Bewertung: 5/5 Wanderschuhe

 

Basteibrücke Felsenburg Neurathen Malerweg Etappe 2
Highlight an Tag 2: Blick auf die Bastei von der Felsenburg Neurathen

Kurzbeschreibung

Die zweite Etappe hat mit der Basteibrücke gleich zu Beginn einen absoluten Knaller im Angebot. Nachdem man sich aus Wehlen heraus einen steilen Weg hochgewunden hat und am steinernen Tisch (errichtet von Kurfürst August dem Starken zum Picknick nach der Jagd) vorbei ist, teilt man sich das berühmte Wahrzeichen mit Touristen aus aller Welt. Nach der Stille des Waldes sind die Parkplätze, Menschenmengen und Nippesbuden etwas gewöhnungsbedürftig.

Was sich wirklich lohnt, ist der Rundgang über die Neurather Felsenburg, denn hier geht es auf Brücken und Stegen über Schluchten hinweg von Fels zu Fels. Nach dem Abstieg über unzählige Stufen in den Amselgrund führt der Weg vorbei an der Felsenbühne zum Amselsee mit seinen Bötchen.

Hat man das daran anschließende, etwas langweilige Stück auf Feldwegen geschafft, erreicht man den Hockstein, wo mit dem Abstieg ins Polenztal noch mal ein echtes Highlight wartet, denn es geht durch die Wolfsschlucht auf steilen Stufen mitten durch den Felsen.

Ein letztes Mal kraxelt man an diesem Tag aufwärts, durch verwunschenen Wald, in dem recht mitgenommene Brücken auf den müden Wanderer warten. Dann ist das Ziel erreicht. Wer in der Jugendherberge nächtigt, muss noch höher hinaus, denn sie ist in der Burg gelegen, die exponiert über dem Ort thront.

Bilderbuch: 6-mal Etappe 2

Etappe 3: Hohnstein – Altendorf

Harte Fakten

  • Distanz: 12 km
  • Dauer: 5 Std mit 2 langen Pausen
  • Unterkunft: Haus Prescher (35,00€ inkl. Frühstück)
  • Tipp: Dienstags hat das einzige Gasthaus Altendorfs geschlossen, der Bus braucht ca. 10 Minuten bis Bad Schandau
  • Bewertung: 3/5 Wanderschuhe
Brandaussicht Malerweg Etappe 3
Highlight an Tag 3: Panoramablick von der Brandaussicht

Kurzbeschreibung

Bereits nach einer guten Viertelstunde durch den Wald unter Hohnstein erwartet einen das erste Schmankerl abseits des Weges mit der imposanten Gauschgrotte, in der man sich schlagartig ganz schön klein vorkommt.

Eine Dreiviertelstunde Waldweg später erreicht man die Brandaussicht, den „Balkon der Sächsischen Schweiz“, die einen Panoramablick vom Allerfeinsten zu bieten hat. Hier gibt es ein Gasthaus, das zu deftigen Touristenpreisen ausbaufähigen Kaffee serviert. Doch der Blick entschädigt.

Von nun an geht’s bergab in den Tiefen Grund, der seinem Namen nach mehr als 850 Stufen wirklich alle Ehre macht. Es dauert aber natürlich nicht lange, bis man schnell wieder mehr als 650 Stufen hinauf darf. Hier reiht sich nun Aussicht an Aussicht, Steinfläche an Steinfläche. Derart beseelt kann man über das eher langweilige letzte Stück des Weges bis Altendorf gekonnt hinwegsehen.

Bilderbuch: 6-mal Etappe 3

Etappe 4: Altendorf – Neumannmühle

Harte Fakten

  • Distanz: 18 km
  • Dauer: 7,5 Std mit zwei langen Pausen und einem Abstecher über die Himmelsleiter
  • Unterkunft: Berghütte Neumannmühle (19,50€ Touristenboden inkl. Frühstück)
  • Tipp: Die Stimmung in der Berghütte ist grandios und das Essen wirklich sehr lecker.
  • Bewertung: 6/5 Wanderschuhe (nein, kein Tippfehler – diese Etappe ist mein Oberhighlight)
Schrammsteine Malerweg Etappe 4
Highlight an Tag 4: Blick auf die Schrammsteine

Kurzbeschreibung

Von Altendorf führt der Malerweg ins Kirnitzschtal durch die Dorfbachklamm, die sich bei Regen in ein kleines, rutschiges Abenteuer verwandelt kann. Nachdem man am Campingplatz an der Ostrauer Mühle über grobflächig wucherndes Wurzelwerk und einsame Waldwege gelaufen ist, steht man eine Dreiviertelstunde später vor dem großen Schrammsteintor.

Es folgen ein paar Kletterpartien über steile Leitern, ausgetretene Steinplatten und auf dem Gratweg, bevor man für alle Mühen an der Schrammsteinaussicht belohnt wird. Ich für meinen Teil sitze hier jedenfalls eine Stunde mit breitem Grinsen. Doch der Malerweg ist noch nicht fertig mit einem und präsentiert im Anschluss weitere charakteristische Steinformationen wie die Affensteine und die Brosinnadel.

Dann erreicht man Lichtenhain, das Endhaltepunkt der Kirnitzschtalbahn ist und entsprechend gut besucht wird. Hier gibt es einen Wasserfall, der alle halbe Stunde auf Knopfdruck zu den Klängen von Vangelis‘ „Conquest of Paradise“ eingeschaltet wird (wo bleibt Henry Maske?). Letztes Highlight vor dem Etappenende ist der Kuhstall, die größte Felsenhöhle mit Panorama-Durchblick. Über die schmale Himmelsleiter kann man hinauf und auf der anderen Seite den Felsen wieder über Treppen hinunter. Eine Stunde später erreicht man durch den Wald die Neumannmühle.

Bilderbuch: 10-mal Etappe 4 (Traumetappe, sag ich ja)

Etappe 5: Neumannmühle – Schmilka

Harte Fakten

  • Distanz: 14 Kilometer
  • Dauer: 6 Std inkl. 2 Pausen
  • Unterkunft: Haus Bergfriede (stolze 51€, dafür aber inkl. herausragendem Frühstück)
  • Tipp: Im Biergarten selbstgebrautes Bier trinken und später Biergulasch in Fuhrmann’s [!] Elb-Café essen (Mo & Fr geschlossen). Für mich als Raucherin nicht ganz so toll: es gibt nirgends Zigaretten zu kaufen
  • Bewertung: 2/5 Wanderschuhe
Steinformation Malerweg Etappe 5
Highlight an Tag 5: „Die Sphinx“

Kurzbeschreibung

Nach einem längeren Stück auf teils steinigen Wegen durch den Wald bietet der Malerweg auch heute wieder viele Ausblicke in die Landschaft, wie etwa an der wundervollen Goldstein-Aussicht. Es geht heute auf den Winterberg – mit 556 Metern immerhin zweithöchster Berg der sächsischen Schweiz, den man nach einem gefühlt endlosen Gang über Holzplatten durch den Wald erreicht.

Wer die Aussicht genießen will, zahlt einen Euro für das 360-Grad-Panorama. Der Blick ist okay, aber mehr auch nicht. Ohne diesen Euro sieht man hingegen nicht viel. Mehrere andere Wanderer klagten im Nachgang über den circa einstündigen Abstieg nach Schmilka mit seinen langgezogene Wald-Treppenstufen und Kopfsteinpflastersteinen. Ich persönliche finde, dass es schon deutlich schlimmere Passagen gab.

Ein wirkliches Highlight war dieser Tag nicht, was aber auch kein Wunder nach dem Feuerwerk von Etappe Vier ist. Vielleicht ist meine überschaubare Begeisterung für diesen Tag auch auf meinem morgendlichen Sturz auf der Hosteltreppe und den daraus resultierenden Wehwehchen zurückzuführen.

Bilderbuch: 6-mal Etappe 5

Etappe 6: Schmilka – Gohrisch

Harte Fakten

  • Distanz: 18,5 Kilometer
  • Dauer: 7,5 Std. (3 Pausen und ein Abstecher)
  • Unterkunft: Pension Edelweiß (37,50€ inkl. Frühstück)
  • Tipp: Unbedingt zum Kleinhennersdorfer Stein gehen (ca. 1,5 km zusätzlich)
  • Bewertung: 3/5 Wanderschuhe
Kleinhennersdorfer Stein in der Nähe von Etappe 6 des Malerweg
Highlight an Tag 6: Blick aus einer der Höhlen des Kleinhennersdorfer Steins

Kurzbeschreibung

In Schmilka wird mit Hilfe von Lena, der hiesigen Fähre (kostenlos mit Gästekarte), die Elbseite gewechselt. Was dann kommt, macht überschaubar viel Spaß. Es latscht sich durch bzw. oberhalb von Ortschaften und durch Felder. Den Abstecher zur Kaiserkrone lasse ich aus.

Bis hierher bekommt der Weg von mir in der Bewertung genau einen Wanderschuh. Einziger Trost sind der Blick zurück auf die Schrammsteine und die mittelalterliche Bauernkirche in Rheinhardtsdorf. Wie gut, dass ich den Umweg zum Kleinhennersdorfer Stein mache, denn hier gibt es faszinierende Höhlen und Steinformationen.

Nun macht der Malerweg wieder richtig Spaß, vor allem als er mich wenig später über den Papststein und den Gohrisch schickt. Vor allem letzterer weiß mit schmalen Aufstiegen zwischen Elbsandstein und Abstiegen auf einzelnen Sprossen zu faszinieren. Grandiose Aussichten gibt es ebenfalls zuhauf, so dass das zweite Stück die volle Punktzahl kriegt (im Schnitt landen wir also bei einer guten Drei).

Bilderbuch: 6-mal Etappe 6

Etappe 7: Gohrisch – Königstein

Harte Fakten

  • Distanz: 12 km
  • Dauer: 5:15 Std
  • Unterkunft: Hostel Four Lions (24,90 €, inkl. Frühstück mit Kaffee aus der Siebträgermaschine)
  • Tipp: Die Barbarine sieht man, wenn man auf der linken Seite durch einen breiten Felsspalt geht. Man muss nicht klettern, aber man kann.
  • Bewertung: 4/5 Wanderschuhe
Charakteristische Felsnadel Barbarine auf Etappe 7 des Malerweg
Highlight an Tag 7: Klettertour zur Barbarine

Kurzbeschreibung

Der Weg über Wiesen bietet immer wieder tolle Blicke auf den Lilienstein. Wenn man am Pfaffenstein ankommt, gilt es, sich beim Anstieg durch einen Engpass mit dem treffenden Namen Nadelöhr zu winden. Mit einem 45-Liter-Rucksack setzt das gewisse Qualitäten im Limbo-Dance voraus, wenn man nicht steckenbleiben will. Oben auf dem Plateau finden sich in alle Richtungen verschwenderisch schöne Panoramen. Ich folge jedem Pfad und Abstecher und werde jedes Mal belohnt.

Schlange stehen heißt es dann an der zweiten Stiege durch Fels, die für Gegenverkehr eindeutig zu schmal ist, aber in beide Richtungen stark frequentiert ist. Auf der anderen Seite suche ich vergeblich die Barbarine, eine 42 Meter hohe Felsnadel, von der es heißt, dass eine Mutter ihre Tochter verfluchte, die statt in die Kirche „in die Heidelbeere“ ging.

Das gute Ding befindet sich ganz am Ende des Plateaus, wo man sie bestaunen kann, wenn man durch einen breiteren Felsspalt zur Linken geht, oder indem man wie ich eher unfreiwillig und mit leicht zitternden Knien außen um den Felsen herumklettert.

Hinab geht es dann über den bewaldeten Quirl, vorbei an den Diebeshöhlen, in denen man sogar übernachten darf. Ein paar Schrebergärten später erreicht man Königstein, dessen Festung schon von weitem sichtbar ist.

Bilderbuch – 6 mal Etappe 7

Etappe 8: Königstein – Wehlen

Harte Fakten

  • Distanz: ca. 11 km
  • Dauer: 5 Std (inkl. zwei Stunden Besichtigung der Festung)
  • Unterkunft: Hostels gibt es in Pirna und Leipzig
  • Tipp: falls der Panorama-Aufzug zur Festung Königstein nicht geht, gibt es einen ganz normalen Aufzug
  • Bewertung: 2/5 Wanderschuhe (nur der Weg, nicht die Festung)
Blick von der Festung Königstein am Malerweg
Blick von der Festung Königstein

Kurzbeschreibung

Aus Königstein geht es über unzählige Stufen hinauf in Richtung Festung und dann über einen steilen Weg hoch auf die gigantische Anlage. Oben verbringe ich sicher anderthalb Stunden damit, über das weitläufige Gelände zu laufen und die Aussichten in alle Richtungen zu genießen.

Der Abstieg ist etwas mau, die anschließende Wegführung entlang des Wiesenrands auch eher langweilig. Gut, dass mit dem Rauenstein dann doch noch ein Abschlusshighlight wartet, bei dem ich mich ein letztes Mal an Leitern und Eisengriffen erfreuen kann.

Der anschließende Gratweg über das Felsplateau erinnert mit seinen kleinen Stegen stellenweise an die Felsenburg hinter der Bastei. Langsam und gemütlich lasse ich den Weg ausklingen, bevor ich in Wehlen in die S-Bahn steige. Von hier wären es noch acht flache Kilometer bis Pirna, die ich mir schenke. Es reicht.

Bilderbuch: 6-mal Etappe 8

Extraschleifen

Ausklang in Dresden

Nach einem Abstecher in die hübsche Altstadt Pirnas fahre ich weiter nach Dresden. Ich war noch nie dort und habe leider nur einen halben Tag Zeit. Das Praktische an der sächsischen Landeshauptstadt ist jedoch, dass ihre Sehenswürdigkeiten fast alle im Umkreis weniger Meter liegen.

Am folgenden Vormittag frühstücke ich bei bestem Wetter die Dresdner Highlights ab. Von meinem Hostel in der angesagten Neustadt geht es zu Fuß zum Denkmal des goldenen Reiters, dann weiter über die Augustusbrücke (die gerade, wie gefühlt alles in Dresden, renoviert wird), weiter in die Hofkirche und anschließend zur Semperoper.

Die mit Abstand meiste Zeit verbringe ich jedoch rund um den Zwinger mit seinen vielen Fontänen und Figuren. Nach einem kurzen Blick auf das Residenzschloss und den Fürstenzug gehe ich über die Brühlsche Terrasse zur Frauenkirche.

Fazit: man kann sich in zweieinhalb Stunden einen guten Überblick verschaffen, auch wenn die Stadt mit Sicherheit auch anderthalb Tage gefüllt hätte und mich die ein oder andere Besichtigung gereizt hätte.

Bilderbuch: 6-mal Dresden

 

Non, je ne regrette rien, aber…

Die 2019er Wanderung auf dem Malerweg war nicht mein letztes Mal. Ich werde definitiv wiederkommen und ihn erneut gehen, was für mich absolute Premiere und somit eine riesige Auszeichnung für diesen schönen Weg ist.

Umbaumaßnahmen

Was würde ich beim nächsten Mal ändern? Nun, nicht allzu viel.

Die Etappen zwei und drei waren mir etwas zu kurz. Unterwegs habe ich erfahren, dass man an der Brandaussicht (Anfang Etappe 3) übernachten kann, was mich wirklich reizt. Der Ausblick bei untergehender Sonne muss absolut beeindruckend sein und auf diese Weise würde Etappe Zwei gleich um knapp anderthalb Stunden länger.

Frage ist nur, wie man dann den nächsten Tag angeht. Von der Brandaussicht direkt bis nach Neumannmühle zu laufen, scheint mir ungeschickt. Weniger, weil die ca. 25 Kilometer ambitioniert (aber sicher machbar) sind, sondern vielmehr, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, diese schönste Etappe zu gehen, ohne länger an den Schrammsteinen zu sitzen und den Blick zu genießen. Auf eine erneute Übernachtung in meiner erklärten Lieblingsunterkunft an der Neumannmühle möchte ich beim nächsten Mal ebenso wenig verzichten.

Ich würde von daher schauen, ob es einen lohnenswerten Umweg gibt, mit dem sich der Weg zwischen Brandaussicht und Altendorf strecken lässt. Falls jemand eine gute Idee hat, immer her damit. Müsste ich aus Zeitgründen die Strecke kürzen, wäre es mit Sicherheit das Stück von der Neumannmühle bis zum Kleinhennersdorfer Stein und auch das letzte Stück bis Pirna würde ich mir erneut ungesehen klemmen, denn an der Elbe entlanglaufen kann ich auch in Hamburg.

Ergänzungspotenzial

An anderer Stelle würde ich den Weg hingegen gern um eine Etappe erweitern und beim nächsten Mal unbedingt den Schlenker auf die tschechische Seite machen, um dem Prebischtor einen Besuch abzustatten.

Das seines Zeichens größte Felsentor Europas kann von Schmilka erwandert werden. Neben dem gigantischen Monument begeistert mich die Tatsache, dass die Tour eine Kanufahrt beinhaltet, weil man sonst nicht weiterkommt. Der Tipp erreichte mich leider erst, als ich bereits alle Unterkünfte gebucht habe, aber Martina und Jürgen vom Reiseblog PlacesofJuma! waren da.

Und wenn ich eh schon in der Gegend bin, würde ich vermutlich auch gleich noch Prag einen Besuch abstatten. Da ist man von Dresden nämlich in gerade mal zweieinviertel Stunden mit dem Zug.

 

Gut zu wissen

Nahverkehrsanbindung

Der Malerweg ist extrem gut angebunden. Auf der Pirnaer Seite der Elbe fährt die S-Bahn am Fluss entlang und hält an verschiedenen Eckpunkten. Von dort erreicht man in der Regel dank des regen Fährverkehrs auch problemlos die Orte auf der anderen Elbseite.

Für mich gehört Fernwandern und Rucksack schleppen untrennbar zusammen. Ich kann mir das Eine ohne das Andere einfach nicht vorstellen, muss aber fairerweise einräumen, dass nicht jeder dazu körperlich in der Lage ist und manch einer das vielleicht auch einfach nicht will. Wer nicht auf professionellen Gepäcktransport (der ebenfalls angeboten wird) zurückgreifen möchte, dem empfehle ich Bad Harzburg und Königstein als gut angebundenes Basislager.

Verpflegung

Ich gehöre zu den Menschen, die nach dem Wandern ein halbes Schwein essen könnten. Mit dieser Einstellung kommt man auf dem Malerweg voll auf seine Kosten (wenn nicht gerade das einzige Gasthaus im Ort geschlossen ist).

Die deftige, sächsisch-böhmische Küche lässt niemanden hungrig zurück, schon gar nicht diejenigen, die Fleisch mögen. Gulasch oder Rouladen flankiert von böhmischen Knödeln. Steaks und Schnitzel, überbacken oder gefüllt. Die berühmte Vorspeise mit dem klangvollen Namen Würzfleisch (eine Art Ragout Fin mit Käse überbacken), die man durchaus auch als Topping AUF Fleischgerichten findet.

Vegetarier kommen in den Einkehrmöglichkeiten entlang des Malerweg ebenfalls auf ihre Kosten. Man findet – geradezu ungewöhnlich für ländliche Regionen – mehr als die drei Allrounder „Folienkartoffel“, „bunter Salat“ und „Spiegeleier mit Bratkartoffeln“. Die Vegetarier, die ich traf, waren durchweg positiv überrascht. Wie es Veganern ergeht, kann ich leider nicht sagen, kochen wird jedenfalls schwierig.

So gut die Versorgung in den Restaurants vor Ort, so mau sieht es mit den Einkaufsmöglichkeiten aus. Bäcker sind Mangelware, Supermärkte fehlen schlichtweg, zumindest direkt am Weg. Meine Empfehlung: bucht Unterkünfte mit Frühstück. Die Gastgeber fahren reichhaltig auf. Einige stellen (teils unentgeltlich) Lunchpakete zur Verfügung, alle anderen beladen ihren Tisch so voll, dass man entweder bis zum Nachmittag satt ist, oder sich problemlos ein Brötchen für unterwegs einpacken kann.

Auch Wasser sollte man ausreichend dabei haben. Ich habe unterwegs keine Brunnen oder Quellen entdeckt. Allerdings gibt es auf allen Etappen mindestens eine Einkehrmöglichkeit. Je nach Jahreszeit könnte diese geschlossen sein, also erkundigt euch sicherheitshalber vorher.

Equipement

Ich bin den Malerweg in Trailrunnern gelaufen. Ich liebe diese vergleichsweise leichten Schuhe, die genug Profil haben, um auf Steinen nicht zu rutschen. Meine Wanderstiefel habe ich nicht vermisst. Sie hätten mich auf den vielen Treppen deutlich mehr Kraft gekostet. Von einer Wanderung in Turnschuhen würde ich hingegen absolut abraten.

Wie immer bei weiteren Touren hatte ich Wanderstöcke dabei. Auch wenn es mich stellenweise nervte, sie täglich mindestens zweimal zusammenschrauben und befestigen zu müssen, um auf den Leitern die Hände frei zu haben, hätte ich sie auf den verbleibenden Stücken nicht missen wollen. Sie helfen bei Tempo und Stabilität, federn die Abstiege ab und reduzieren mein Rucksackgewicht.

Für die Hostels hatte ich einen leichten Hüttenschlafsack dabei. Zusätzliche Wolldecken gab es überall bei Bedarf kostenlos, so dass ein Schlafsack komplett überflüssig gewesen wäre.

Neues Lieblings-Gimmick bei dieser Wanderung war meine Handy-Kette. Ja, genau, diese schreckliche Kordel, mit der man sich sein Handy um den Hals hängen kann. Sie ist beliebtes Accessoire bei, wie Mitwanderin Valerie so schön sagte, „Insta-Bitches“, also Damen, die vorzugsweise mit Duckface vor jedwedem Hintergrund posieren. Vor der Wanderung war dieses Style-Objekt ein Dorn in meinem Auge, nun muss ich zurückrudern.

Die Konstruktion hat sich als perfekter Begleiter etabliert. Während ich sonst mein Handy, mit dem ich alle Fotos mache, in einer Bauchtasche mit Reißverschluss hatte und es für jeden Schuss umständlich herausnesteln musste, war es nun jederzeit griffbereit. Außerdem konnte es mir selbst in einem vorab befürchteten Anfall von Höhenangst nicht aus der Hand fallen. Großartig.

Gesellschaft

Ich habe den Malerweg auch deswegen als einen so tollen Weg empfunden, weil er tatsächlich als Fernwanderweg gelebt wird. Es gab zehn Leuten, die ich jeden Tag früher oder später traf, was zur Folge hatte, dass man sich unterwegs kurz austauschen konnte und sich abends zum Essen verabredete. Die Stimmung war immer großartig.

Es gibt eine besondere Verbindung zwischen Wanderern, scheint mir, und es macht einfach Spaß, die Highlights des Tages genauso wie die Wehwechen zu besprechen. Ein paar Mitwanderer sind exakt das, was mir bei meinen deutschen Fernwanderungen bislang gefehlt hat.

Ich liebe es, alleine zu laufen, aber ich hasse es, alleine zu essen. Den kleinen Plausch in den Pausen mag ich sehr, dennoch möchte ich meine Ruhe haben und die Natur genießen, wenn ich wandere. Der Malerweg hat mir hier die perfekte Mischung geboten.

Meine Befürchtung, dass seine gestiegene Popularität mir auf die Füße fallen könnte, war unbegründet. Auf den Wegen war es nie voll, wenn man von dem Gewusel rund um die Touristenattraktionen wie Bastei, Schrammsteintor und Pfaffenstein absieht. In der Regel legte sich das aber bereits wenige Meter hinter den Knotenpunkten und man hatte schnell wieder das Gefühl, die ganze Herrlichkeit für sich zu haben.

Kommentare und Feedback

Bist du selbst auf dem Malerweg unterwegs gewesen? In wie viele Etappen warst du unterwegs? Hast du dich auch gewundert, wie lange man stellenweise benötigt? Konntest du in meinen Highlights die wiederfinden, die dich begeistert haben, oder haben dich ganz andere Dinge begeistert?

Ich freue mich wie immer über deine Kommentare, Ergänzungen oder Fragen

 

Detailberichte

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, jeden Tag mit einem ausführlichen, persönlichen Bericht über die Wanderung zu versehen. Da es sich dabei um Work-in-Progress handelt, werden die Links zu den Einzelbeiträgen hier sukzessive folgen.

Malerweg – Etappe 1: Von Liebethal nach Wehlen

Ich muss das weitersagen

12 Gedanken zu „Malerweg – Acht Tage auf Deutschlands schönstem Wanderweg&8220;

  1. Danke für den tollen Bericht 😊.

    Wir waren im September auf dem Malerweg unterwegs. Sehr schön! In der Gegend will ich unbedingt noch einmal wandern, muss nicht nur auf dem Malerweg sein.

    Wenn dich meine Erfahrungen interessieren, schau doch mal hier:

    https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/10/19/wandern-im-wildromantischen-elbsandsteingebirge/
    Und hier mit Bildunterschriften 😉 : https://wanderlustig2019.wordpress.com/2019/10/22/hiking-the-spectacular-elbe-sandstone-mountains/

    1. Lieben Dank für deine Rückmeldung. Da waren wir ja im gleichen Monat im gleichen Jahr unterwegs 🙂 Aber gesehen haben wir uns offensichtlich nicht. Wäre sicher nett gewesen, denn unsere Erkenntnisse scheinen mir ähnlich vergleichbar wie der Wunsch, zurückzukehren.
      LG,
      Audrey

  2. wow – so viele Informationen – da hast du dich selber übertroffen. Das ersetzt ja wirklich jeden Wanderführer. Ich bin gespannt, was du zu den einzelnen Etappen berichtest, der Malerweg reizt mich auf jeden Fall ebenfalls sehr.
    Vielen lieben Dank für all die Mühe, Arbeit und (positive) Energie, die du in diesen Beitrag gesteckt hast. Liebe Grüße

    1. So, meine Liebe – jetzt weißt du, wieso ich da gestern so lange dran gesessen habe, ich „Plappermäulchen“ 😉
      Mal im Ernst – ganz lieben Dank für dein positives Feedback, das freut mich wirklich sehr. Der Weg war wirklich ganz phantastisch und dank ausreichend anderer Wanderer habe ich tatsächlich auch ein bisschen was abseits des Weges erlebt.
      Liebe Grüße

  3. Liebe Audrey
    Ich freu mich schon auf deine weiteren Schilderungen über diesen scheinbar herrlichen Weg
    LG und danke für diese kostbaren Zeilen
    Maria

  4. Liebe Audry,
    ein sehr schöner Text.So wie du sitze ich auch jedesmal mal mit einen breiten Grinsen auf irgendeinem Plateau weil es dort so schön ist. Für mich ist es mein liebstes Wandergebiet (komme aus der Nähe von Chemnitz)und haben eine fantastische Nahverkehrsvebindung in diese Region. Bis jetzt haben wir nur Tagestouren und verlängerte Wochenenden dort verbracht.Ich kann mich da sehr gut testen was Trittsicherheit und Schwindelfreiheit angeht. Bin im wandern doch eher ein Hobbywanderer und nich die Geübteste.
    Der Malerweg reitzt mich sehr ihn mal komplett zulaufen, nur wandere ich nicht gern alleine aber irgendwann….
    Vielen lieben Dank für diese Zeilen und ich hatte gerede wieder ein breites Grinsen im Gesicht beim lesen.

    Liebe Grüße
    Berit

    1. Liebe Berit,
      Danke für deinen lieben Kommentar. Ich glaube, das kennen wir alle – auf einem Plateau sitzen und glücklich sein. Und es ist so toll, dass die Natur einem das ermöglicht. Best things in life are free.
      Was deine Befürchtungen des Alleinwanderns anbelangt, kann ich dir mut Blick auf den Malerweg übrigens versichern, dass du dort nicht alleine laufen musst, wenn du nicht gerade im Winter unterwegs bist. Ich habe immer wieder Leute getroffen und hätte sogar mit ihnen zusammen gehen (und nicht bloß essen) können, wenn ich gewollt hätte. Also – schnapp ihn dir nächstes Jahr! Es lohnt sich wirklich

  5. Liebe Audrey, das ist ja wieder ein ganz toller Bericht. Ich war letzten Sommer dort. Spektakuläre Gegend! Auch die tschechische Seite in begehenswert, nicht nur wegen des Prebischtores. LG Sonja

  6. Wie schön! Ich freue mich auf die einzelnen Berichte!
    Ich bin den Malerweg zwar noch nicht gewandert – könnte ich zurzeit leider mit meiner Kondition auch nicht bei den vielen Treppen und den Abstiegen von hohen Felsen, die ich mit meiner Höhenangst nicht gut aushalten kann, doch habe ich Teile davon kennengelernt. Ich war doch 2018 mit meinen damaligen 8.-Klässlern zur Aktivklassenfahrt in Ferdinants Homestay in Königstein!

  7. Hey Audrey,
    deine Zusammenfassung ist schon sehr amüsant zu lesen. Ich freu mich, die anderen Etappen zu lesen!
    Deine 4. Etappe bin ich vor Jahren auch mal gelaufen und hatte für eine Woche mein Basislager aufm Campingplatz Ostrauer Mühle inklusive Sturzflutgewitter und Pfadfindern, die in der Nacht ins Waschhaus umziehen mussten. Mein Zelt hielt aber. Yessss. Die Schrammsteine sind auch wirklich unfassbar schön. Ich hab damals eine laaaange Pause auf den Affensteinen gemacht. Herrlich!
    Ich möchte auch irgendwann nochmal in die Gegend und dann auf die tschechische Seite der sächsischen Schweiz. Die soll noch wilder und verwunschener sein.
    Bis dahin lese ich Deine Berichte über den kompletten Malerweg^^

    Liebe Grüße
    Corinna

    1. Hey Corinna,

      coole Überraschung – das freut (und ehrt) mich wirklich ganz besonders, dass du hergefunden hast und auch noch einen Kommentar reingesetzt hast. Die vierte Etappe ist eine der Schönsten, finde ich, da hast du ja damals eine hervorragende Wahl getroffen. Bei den Affensteinen hat es bei mir leider geregnet, so dass ich da nicht länger geblieben bin. Aber nach der ewigen Rast an der Schrammsteinaussicht wäre es vermutlich auch zu früh für die nächste Pause gewesen 🙂
      Deinen Wunsch nach der wilden, tschechischen Seite teile ich uneingeschränkt, wobei ich mich vermutlich eher in Unterkünfte mit Dach über dem Kopf flüchten werde. Zelt ist mir momentan immer noch ne Ecke zu abenteuerlich 🙂

      Liebe Grüße,
      Audrey

Und was sagst Du?