Camino Frances #30: Von Foncebadon nach Molinaseca

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Etappe 26 auf dem Jakobsweg: Ich hospitiere als Detektiv, lege im Disneyland für Sünder drei Steine ab, werde berühmter Paparazzi, erschieße den Sheriff und organisiere für die Nacht einen flotten Dreier mit einem 60- und 70-Jährigen (26. Mai 2016, 20 km).

Was für eine miese Nacht. Die Schnarcher, die bereits beim Betreten das Schlafsaals in Foncebadon Krach gemacht haben, sägen die ganze Nacht durch. Gegen halb zwei verliere ich einen meiner Ohrstöpsel und bin dem Konzert bis auf weiteres ungestört ausgesetzt. Es ist immer wieder faszinierend, wie es wenigen Menschen gelingt, vielen Menschen den Tag zu versauen. Sneaker-Boy neben mir kann offensichtlich auch nicht schlafen und wälzt sich hin und her. Das Quietschen seines Bettes begleitet das unrhythmische Treiben der Herren.

Sherlock Audrey

img_4055Ich bin erst gegen halb fünf wieder eingeschlafen, so dass mein Fitnessgrad sich im unteren Drittel bewegt, als um sechs das kollektive Geraschel und Gekrame das Ende der Nacht einläutet. Eigentlich wollte ich mit Marco und Thijs losgehen, doch die beiden brauchen heute so lange, dass ich entscheide, schon mal voraus zu laufen.

Ich bin fast aus der Tür, als mir der aufgeregte Hospitalero hinterhergestürmt kommt. Ob ich nach Ponferrada gehe? Jemand habe sein Handy vergessen, ich möge es bitte mitnehmen. Ich erkläre ihm, dass ich nicht weiß, wie weit ich gehe, aber er drückt mir das Gerät in die Hand – ich solle es mitnehmen, Widerspruch zwecklos. Ziemlich überrumpelt mache ich mich auf den Weg.

Der Gedanke, dass jemand sein Handy verloren hat, lässt mich nicht los und so versuche ich, irgendwie herauszukriegen, wem es gehören könnte. Es lässt sich entsperren, und so werfe ich einen Blick in die SMS. Volltreffer – erster Hinweis Französisch, zweiter Hinweis „Chère Lolo“. Sherlock Holmes mäßig kombiniere ich. Es muss der Belgierin Lolita gehören, die gestern mit uns zusammen saß. Und die ist, wie ich weiß, heute Morgen beim Yoga-Kurs in unserer Unterkunft. Na super, jetzt ist ihr Handy weiter als sie selbst, denn ich bin schon fast einen Kilometer gelaufen.

In mir ringen Engelchen und Teufelchen. Meine Lust, das Stück zurückzugehen, ist überschaubar, aber jemand anderes Handy mit mir durch die Gegend zu tragen, ist auch keine Option. Ich drehe um. Auf der Hälfte der Strecke kommen mir Marco und Thijs entgegen. Ich bitte die beiden, hier zu warten und auf meinen Rucksack aufzupassen, dann bin ich schneller. Netterweise spielen sie mit, und so renne ich, so schnell mich meine anderthalb Kilo-Schuhe lassen, zurück zur Herberge.

Ich suche den Yoga-Raum, in dem ich den Hospitalero und eine beschwingt daherhüpfende Lolita finde. Beide wollen mich animieren, mitzumachen. Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte. Ich frage die Belgierin, ob das ihr Handy sei. Sie nickt, ohne gesteigertes Interesse zu haben, wieso ich es habe. Kapiert das ganze Drama gar nicht. Hüpft weiter. Und auch Hospitalero Felipe scheint sich nicht mehr daran erinnern zu können, wie er mir vor zwanzig Minuten das Gerät aufgehalst hat. Ich könnte beiden eine reinhauen. Kein Danke, kein Mitdenken – und der ganze Zirkus nur, weil Felipe so eine unnötige Panik geschoben hat. Ergebnis – eine Dreiviertelstunde verloren.

Disneyland für Sünder

Zurück bei meinen beiden Niederländern unternehme ich kurz darauf einen zweiten Versuch, hier weg zu kommen, und diesmal klappt es. Je näher wir dem Cruz de Ferro kommen, desto langsamer wird Marco. Ich glaube, in ihm arbeitet es ganz schön. Thijs und ich gehen vor und lassen ihn in Ruhe. Er hat so lange auf diesen Moment hingefiebert.

img_4056 Wenig später biegen wir um eine Ecke und dann liegt es vor uns. Das eiserne Kreuz. Ich bin total desillusioniert. Ich dachte, es sei vergleichbar mit einem Gipfelkreuz und stünde erhöht im Nichts. Stattdessen wird es bis kurz vorher von Busparkplätzen und Picknickwiesen flankiert. Und dann ist da eben ein Steinhaufen und ein Kreuz.

Es ist so wenig emotional, dass ich vorerst gar keine Lust verspüre, in diesem Disneyland für Sünder irgendwas irgendwo abzulegen. Um uns rum lärmt zudem eine 15-köpfige Horde gutgelaunter Italiener, die vor dem Steinhaufen posieren. Von Marco keine Spur. Ich hoffe, er ist nicht enttäuscht von dem Ort, wenn er gleich kommt.

Endlich sind die Italiener weg, und Thijs und ich haben das Kreuz für uns. Ich krame meine drei Steine raus – einen von Mama, einen von meinem Freund und den von Rob, und platziere sie am Fuße des Kreuzes zwischen unzählbar vielen Vorgängern. Tja, irgendwie hatte ich mir das besinnlicher vorgestellt.

Mein Foto wird berühmt

img_4058Thijs geht nach mir hoch. Ich sehe, wie Marco um die Ecke gebogen kommt und erst einmal in Richtung der kleinen Kapelle am Waldrand verschwindet und sich vermutlich eine Runde sammelt. Ich beobachte ihn, sehe, wie er zögert, Anlauf nimmt und dann sehr bedächtig, mit langsamen Schritten, auf das Kreuz zugeht. Hoch konzentriert? Nachdenklich? Bewegt? Ich kann es von hier nicht sehen.

Er kniet vor dem Kreuz nieder und verharrt dort sicher zehn Minuten lang, während er Stein um Stein ablegt. Sechs an der Zahl. Sein Körper bewegt sich. Ich glaube, er weint. Ich fühle mich wie ein Stalker. Einerseits brechen meine neugierigen Augen in seine Intimität ein. Andererseits bin ich gedanklich unterstützend bei ihm. Ich weiß, wie viel ihm der Moment bedeutet. img_4061Und völlig instinktiv zücke ich mein Handy und schieße ein Foto.

Ich bin unsicher, ob ich mich traue, es ihm zu zeigen und gehe zu Thijs. Ein Blick auf das tatsächlich gelungene Bild, und er ist überzeugt, dass Marco sich garantiert riesig freuen wird. Der steht kurz darauf neben uns. Bester Laune und vor allem im wahrsten Sinne des Wortes erleichtert. Ich atme auf und zeige ihm vorsichtig mein Foto.

Er schaut ungläubig, umarmt mich dann und bricht in Tränen aus, so überwältigt ist er. Ich bin ebenfalls überwältigt. Es ist eine besondere Situation, diesen sonst oft flapsigen Typen so emotional zu erleben. Er bedankt sich immer wieder, dass ich diesen Moment für ihn festgehalten habe. „Do you see her?“, flüstert er auf einmal. Ich bin kurz verwirrt, bis er auf den Mond deutet und mir sagt „She is there, Maria Magdalena“.

img_4085Marcos Gefühle machen mich selbst ganz emotional, und so gehe ich noch einmal zum Kreuz hoch, schnappe mir den Stein meines Freundes, schreibe einen kleinen Liebesbrief samt frommem Zukunftswunsch und nagle beides gemeinsam direkt an das Kreuz. Diesmal ist es Marco, der ein Foto von mir macht.

Zu dritt gehen wir weiter. Die leichte Befangenheit weicht dem üblichen Gequatsche. Marco verrät mir, dass er mein Bild weiterschicken wird – an den Regisseur von The Way, den er kennt. Der Film ist einer der Gründe, aus denen Marco losgegangen ist. Die Vorstellung, dass Herr Estevez heute Abend ein Bild, das ich gemacht habe, auf seinem Handy hat, ist schon irgendwie cool, und ich freue mich wirklich sehr, dass meine Papparazzi-Karriere bereits im Frühstadium solche Früchte trägt. Vielleicht sollte ich umschulen.

What goes up, must come down

img_4064Ab hier geht es für uns abwärts. Wir müssen 900 Höhenmeter runter. Das dauert mehrere Stunden, geht in die Knie und ist immer wieder ein Balanceakt. Schnell lasse ich die beiden Herren vorangehen. Marco ist mir schon generell zu flott. Die Tatsache, dass ihn Menschen vor sich auf dem Weg aber noch zusätzlich anspornen, damit er sie dann überholen kann, gibt mir den Rest. Ich würde hier gern im Ganzen nach unten kommen.

img_4066Aus diesem Grund lasse ich mir Zeit und genieße die unvergleichlichen Ausblicke, die einem die Berge vor allem bei Sonnenschein bieten. Ich komme an der Tempelritterunterkunft vorbei. img_4065Das ist eine ganz besondere Albergue, in der ein Typ haust, der entweder glaubt, Tempelritter zu sein oder einen ausgeprägten Sinn für Rollenspiele hat und kostümiert die alten Zeiten aufleben lässt. Ich gehe kurz nach drinnen, finde es aber recht muffig und mache daher lieber ein Bild vor den vielen Wegweisern, die vor dem Anwesen stehen.

img_4068Die nächsten zwei Stunden bin ich ganz allein und genieße die Ruhe in vollen Zügen. Man kommt sich in dieser Landschaft so unglaublich klein vor! Zwischendurch kommt plötzlich Nebel auf und wirft den grünen Bergen mit den gelben und weißen Ginstern einen magischen Umhang über. img_4083Ich mache eine kurze Pause. Die Schieferpassagen sind schon herausfordernd genug, wenn man alles sehen kann. Im Nebelzwielicht muss ich mir das nicht geben. Ich habe es schließlich nicht eilig.

Als ich weitergehe, fällt mir immer wieder eine Blume auf, die ich so noch nie gesehen habe. Sie ist weiß mit einem gelben Innenteil und auf ihren recht großen Blütenblättern, befindet sich ein blutroter Fleck. Ich muss an Stigmata denken und befrage später erfolgreich Google. Es handelt sich um die Zistrose. Sie wächst hier wie Unkraut und ist unheimlich dekorativ.

I shot the sheriff

Um halb zwölf komme ich in Acebo an. In der örtlichen Bar treffe ich natürlich Thijs und Marco wieder. Ich erfreue mich gerade an meinem Kaffee, als ich einen ganz besonderen Hund entdecke. Er hält sich in der Nähe verschiedener Rucksäcke auf und ist vermutlich ebenfalls Pilger. Was ihn aber so besonders macht, ist seine Friese. Der ganze Hund besteht aus Rastas. img_4069Ich fange an zu kichern. Auf Thijs‘ verwunderten Blick, singe ich „I shot the sheriff“ und „No woman, no cry“. Wir brechen alle in lautes Gelächter aus. Bob-Marley-Dog wird uns noch häufiger über den Weg laufen, und ich werde jedes Mal ein kleines Ständchen für ihn anstimmen, bis ich vor Lachen nicht mehr kann.

Ausgeruht mache ich mich eine halbe Stunde später an das letzte Stück. Molinaseca und mich trennen noch acht Kilometer. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn es gilt, das Nachtigallental zu bezwingen. Was idyllisch klingt, hat es offensichtlich in sich. Mein Pilgerführer warnt ausdrücklich vor den steilen, felsigen Passagen, die mir bevorstehen.

Kaum aus Acebo raus, bin ich auch schon wieder in der Natur. Es riecht überall herrlich würzig und wie angekündigt, geht es nun steil abwärts. img_4072Ich hole meine beiden Niederländer ein. Thijs hat leider ziemliche körperliche Schwierigkeiten, so dass offensichtlich selbst Marco ein Nachsehen hatte und das Tempo gedrosselt hat. Zu dritt bewältigen wir die teils heftig abfallenden Passagen durch das wirklich idyllische Tal. Ich bin dabei aber so konzentriert, dass es kein Foto davon gibt.

img_4073Drei Stunden später haben wir es geschafft. Wir betreten Molinaseca über eine alte Römerbrücke, unter der ein Fluss plätschert. Am Ufer befindet sich ein voll besetztes Café, und es sieht hier so gemütlich aus, dass für mich sofort klar ist, dass ich hier bleiben werde. Luiz hatte Recht, als er gestern meinte, der Ort sei besonders idyllisch. Bis Ponferrada wären es außerdem noch sieben Kilometer. Ich bin doch nicht wahnsinnig. Ich sehe mich stattdessen bereits mit meiner Kaz und dem Tagebuch am Fluss sitzen.

Flotter Dreier

Marco und Thijs beschließen, es mir kurzerhand gleich zu tun. Leider ist die hiesige Albergue am Ortsrand auf der anderen Seite von Molinaseca, noch dazu neben einer viel befahrenen Straße. Wieso wir nicht direkt hier am Fluss bleiben, fragt Marco. Das eine der beiden Gebäude sei doch sicher ein Hotel? Ich schaue mit Blick auf mein Portemonnaie ein wenig skeptisch – Hotel hatte ich jetzt eigentlich nicht auf der Spesenliste, aber Marco ist nicht aufzuhalten und stürmt die Rezeption. Er verhandelt kurz auf Spanisch mit der Señora hinter dem Tresen und verkündet dann, dass es ein Dreierzimmer gibt, das uns gar nicht so viel mehr kostet, als die Herberge. Ob das für mich okay sei?

Was für eine Frage. Natürlich ist das für mich okay. Natürlich teile ich mir mit zwei Herren, die meine Väter sein könnten, heute Nacht ein Zimmer und vorher das Bad. Wir kennen uns ja schließlich schon seit acht Tagen. Das ist eine halbe Ewigkeit. Hätte mir vor dem Trip jemand gesagt, dass ich mich selbstverständlich auf so etwas einlasse, als wäre es das Normalste der Welt, ich wäre wohl in schallendes Gelächter ausgebrochen.

So besichtigen wir unser Zimmer, scherzen herum, wer sich mit wem das Doppelbett teilt (klare Sache, dass das Marco und Thijs tun werden – das wäre mir dann doch eine Nummer zu krass) und dann darf ich als Erste duschen – ich habe schließlich das schlechteste (Zustell-)Bett ergattert.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr man eine heiße Dusche feiern kann, für die man nicht erst anstehen muss und die keine Spuren irgendwelcher Vorgänger aufweist. Ich fühle mich wie eine Königin und lasse das warme Wasser extra lange laufen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Als Krönung trockne ich mich mit richtigen Handtüchern ab.

Thijs legt sich anschließend hin. Ihm hat der Tag arg zu schaffen gemacht. Blasen an den Füßen, aber auch seine Knie rauben ihm den Spaß. Marco und ich gehen derweil ins Café und frönen unserer inzwischen gemeinsamen Passion für Kaz Limon. Während wir unsere Limonaden schlürfen, schickt Marco wie angekündigt mein Foto von ihm in die USA. Ich schreibe ein bisschen Tagebuch, bevor wir im Anschluss gemeinsam durch den Ort schlendern und ein paar Einkäufe erledigen. Das Leben kann so herrlich sein.

Abstecher ins Schlaraffenland

img_4075Am Abend haben wir dann noch einmal richtig Glück. Nachdem wir uns den Ort angeschaut haben, der einmal mehr wie ausgestorben wirkt und über eine Pilgerfigur verfügt, die offensichtlich aus Asien gespendet wurde, finden wir, inzwischen wieder zu dritt, ein tolles Restaurant, das ausnahmsweise mal kein Menu del Peregrino im Angebot hat. img_4074

Wenn wir uns umschauen, sind wir vermutlich auch die einzigen Pilger hier. Wir sitzen ein wenig deplatziert vor dem weiß gedeckten Tisch. Der Kellner nimmt uns mit seiner freundlichen Art aber sofort jegliche Beklemmungen. Wir sind hier absolut willkommen.

Ich esse mich durch Spaghetti mit Tomaten-Gemüse-Sauce, gefolgt von Kalb in Gorgonzola-Sauce und beende das Ganze mit einem Käsekuchen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich leider nicht alles schaffe. So gut habe ich lange nicht mehr gegessen. Es ist echt komisch: obwohl ich durch das Laufen so viel verbrenne, habe ich das Gefühl, mein Magen würde kleiner. Ich hätte mir die Reste am liebsten einpacken lassen.

Wir lassen den Abend bei Wein und Erzählungen ausklingen und verschwinden dann zu dritt in unseren Raum der Stille.

Zeitreise

Vorwärts: Du willst wissen, wie die Nacht in unserem Dreierzimmer war und wie lange es mit uns Dreien als wiedervereinter Wandertruppe gut geht? Dann geh mit mir von Molinaseca nach Cacabelos und entdecke mit mir eine Templerburg, naive Kleinkunst und ein Michelangelo-würdiges Fresko, jede Menge Klapperstörche und erfahre, wie es ist, Körperkontakt mit den Beatles und Prominenz im Nachbarbett zu haben.

Rückwärts: Du hast den Aufstieg nach Foncebadon verpasst und weißt auch nicht, dass ich gestern in einer waschechten Cowboy-Bar war, den schlechtesten Banjospieler der Welt gefunden, einen Kleinstkredit vergeben und zwar keine wilden Hunde getroffen habe, dafür aber einen unheilichen Mann? Dann komm doch noch mal mit von Astorga nach Foncebadon und lies nach.

Du bist hier heute durch Zufall gelandet und möchtest das Abenteuer von Anfang an erleben? Dann geht es hier entlang.

Kommentare und Ergänzungen

Warst du selbst auf dem Jakobsweg unterwegs? War das Cruz de Ferro für dich ein wichtiger Meilenstein auf deinem Weg? Wie ist es dir dort ergangen? Und was war das emotionalste Erlebnis einer anderen Person, das du bezeugen durftest? Warst du vielleicht sogar mit mir auf diesem Stück unterwegs? Hast du noch etwas zu ergänzen oder zu korrigieren? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar.

Ich muss das weitersagen

8 Gedanken zu „Camino Frances #30: Von Foncebadon nach Molinaseca&8220;

  1. Hallo Audrey, es macht mir großen Spaß, deinen Blog zu lesen. Wir „ kennen“ uns vom Camino del Norte, wo ich euch in Liendo ? In der Herberge (im Handtuch 😂) die Tür geöffnet habe😊
    Auch der Blog über den Mosel-Camino und den Rheinsteig waren sehr schön geschrieben und haben mir nach dem Ende des Urlaubs die ersten Tage zu Hause über mein Fernweh ein wenig hinweg geholfen. Im Frühjahr werde ich ab Santander weitergehen. Ich freue mich schon sehr. Alles Liebe und Gute für dich, U.

    1. Wie cool, dass du hier mitliest! Natürlich erinnere ich mich – neben dem legendären Handtuch-Auftritt haben wir uns später ja lange genug von Bett zu Bett unterhalten. Danke für dein nettes Feedback! Wer weiß, vielleicht sehen wir uns dann im Frühjahr! Für mich geht es dann nämlich ebenfalls ab Santander weiter.
      (Hab deinen Namen geändert – hoffe, so darf ich den Kommentar stehen lassen, der mich nämlich sehr freut).
      Liebe Grüße, Audrey (

      P.S. Falls du mir persönlich schreiben willst – die E-Mailadresse findest du im Impressum 🙂

  2. Liebe Audrey,
    ich bin derzeit tatsächlich etwas neidisch auf deine vielen Weitwanderungen. Die würde ich auch so gerne machen…. Mich faszinieren auch Berichte von Menschen, die z.B. Europa einmal komplett durchwandert haben.
    Ich werde nächste Woche endlich mal wieder für mehrere Tage auf dem Ahrsteig unterwegs sein (Berichte folgen) und wünsche mir von Herzen, dass meine Füße bald wieder längere Touren zulassen.
    Bis das so weit ist, gebe ich mich mit deinen tollen Berichten zufrieden 🙂 🙂
    Übrigens komme ich demnächst auch mal nach HH!
    LG, Aurora

  3. Es macht immer viel Spaß, deine Wanderbeschreibungen zu lesen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen du getroffen und immer wieder getroffen hast. Bei uns in in GB ist das ja sowas von nicht der Fall! Nur am Anfang auf dem South West Coast Path konnten wir eine Strecke mit einem englischen Paar mehr oder weniger gemeinsam laufen und das vermissen wir ein wenig. Beim Pilgern ist die menschliche Begegnung doch eine ganz wichtige Komponente. Beim Lesen denke ich auch immer an Sabine, Thijs, Marco, Rob und die anderen. Danke auch für deinen erfrischenden Stil! Liebe Grüße, Steffi

    1. Liebe Steffi, Danke dir, das freut mich sehr und ja, du hast Recht, die Begegnungen machen 50% des Erlebnisses aus. Das Gegenteil kenne ich aber auch (vom Wandern in Deutschland). Da ist es doch sicher gut, wenn man nicht allein ist 😊
      Schönen Abend,
      Audrey

  4. Liebe Audrey, wirklich toll geschriebener Bericht deines Weges. Danke für das Teilen deiner Erlebnisse. Ich war ebenfalls 6 Wochen auf dem Camino unterwegs. Gestartet in Saint-Jean-Pied-de-Port bis Finisterre und beendet habe ich meinen Weg schlussendlich in Muxia. Auch wenn ich nach den 6 Wochen Fußmarsch das ein oder andere Gelenk, den ein oder anderen Muskel oder auch den ein oder anderen Nerv etwas überstrapaziert habe, viel es mir schwer die Rückreise in die Heimat anzutreten. Ich wäre einfach auch gern wieder zurück gelaufen, verrückt. Das ist nun schon einige Jahre her (2011) aber die Erinnerung an die Zeit bleibt. Ich kann mich noch an sehr viele Einzelheiten erinnern und die Fotos aus der Zeit helfen die entstehenden Lücken zu schließen. 2013 habe ich einen 2ten Start in Sean-Jean begonnen, musste aber nach 2 Wochen wegen Krankheit abbrechen, leider. Seither spiele ich immer wieder mit dem Gedanken noch einmal den Weg zu gehen. Die immer weiter steigenden Pilgerzahlen und die fehlende Gelegenheit eine so lange Auszeit zu nehmen, verhindern das bisher. Irgendwann, da bin ich sicher, bekomme ich die Gelegenheit auf einen 3ten Anlauf. Bis dahin bleiben mir meine Erinnerungen und die Erlebnisse von Pilgern wie Dir, die diese teilen. Vieles kommt mir sehr bekannt vor und ich muss immer wieder schmunzeln. Also gerne weiter so, es macht sicher vielen Menschen Spaß an deinem Weg teil zu nehmen. LG M

Und was sagst Du?